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26.06.2018 | Übersicht | Ausgabe 3/2018

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 3/2018

Schematherapie bei antisozialem Verhalten und Psychopathie

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Dipl.-Psych. Claudia Knörnschild, PD Dr. phil. Dipl.-Psych. Gitta Jacob

Zusammenfassung

Schematherapie wird in den Niederlanden als erstes evidenzbasiertes Verfahren zur Behandlung persönlichkeitsgestörter Patienten im forensischen Setting empfohlen. Erste Ergebnisse zeigen zudem, dass Schematherapie auch bei „psychopathy“ wirksam sein kann. Im Mittelpunkt der Schematherapie stehen Schemamodi, die auch als aktuelle Affektzustände oder „Selbstanteile“ bezeichnet werden können und die vorübergehend Gedanken, Gefühle und Verhalten dominieren. Auf der Basis von Schemamodi kann für jeden Patienten ein individuelles Modusmodell erstellt werden, welches über die gesamte Therapie hinweg als Störungs- und Veränderungsmodell dient. Auch die schematherapeutische Deliktanalyse verbindet die einzelnen Sequenzen im Deliktverlauf mit den Persönlichkeitsanteilen (Modi) des Straftäters und fließt in das Modusmodell ein. Bei der Modusbehandlung kommen emotionszentrierten Techniken sowie der Therapiebeziehung besondere Bedeutung zu. Der schematherapeutische Behandlungsplan verbindet schließlich kurzfristige, verhaltensbezogene Veränderungsziele mit den ihnen zugrunde liegenden Themen (Bedürfnisse und Modi), um darauf aufbauend konkrete Veränderungsinterventionen zu planen und diese in die individuelle Struktur therapeutischer Angebote in der jeweiligen Institution einzubetten (z. B. Einzeltherapie, Stationsteam, Arbeitstherapie). Neben der Darstellung des konkreten schematherapeutischen Vorgehens anhand eines forensischen Fallbeispiels liegt der zweite Schwerpunkt dieser Arbeit in der Diskussion von Ressourcen und Begrenzungen des schematherapeutischen Ansatzes im forensischen Setting.

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