Skip to main content
main-content

22.02.2019 | Schenkelhalsfrakturen | Leitthema | Ausgabe 1/2019

Trauma und Berufskrankheit 1/2019

Duokopf- versus Totalendoprothese zur Versorgung von Schenkelhalsfrakturen

Ist die Hemiendoprothese eine halbe Sache?

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 1/2019
Autoren:
M.D. Sven Hungerer, Claudio Glowalla, Markus Berninger, Fabian Stuby

Zusammenfassung

Hintergrund

In Deutschland ist die Therapie der Wahl der dislozierten medialen Schenkelhalsfraktur des älteren Menschen die endoprothetische Versorgung innerhalb von 24 h. Als operative Optionen stehen sich die Hüfttotalendoprothese (HTEP) und die Hemiendoprothese (HE) gegenüber.

Fragestellung

Es wird folgenden Fragen nachgegangen: differenzierte Patientenselektion für HTEP oder HE, „Ist die HE eine halbe Sache?“, zementierte oder zementfreie (Schaft‑)Implantation, geänderte Vorgehensweise durch neue, operative Zugänge.

Material und Methode

Es erfolgte eine Analyse der nationalen Prothesenregister sowie des Endoprothesenregister Deutschlands (EPRD) mit Darstellung der Versorgungshäufigkeit der medialen Schenkelhalsfraktur mit der endoprothetischen Versorgung durch HE vs. HTEP.

Ergebnisse

Die Durchsicht der nationalen Register zeigt eine Favorisierung der zementierten Technik bei älteren Patienten und bestätigt die niedrigeren Luxations- und Revisionsraten für die HE im Vergleich zur HTEP. Aus den Daten des EPRD zeigt sich, dass 2017 insgesamt 9,5 % der hüftendoprothetischen Eingriffe mit HEs durchgeführt wurden. Es ergab sich eine höhere Revisionsrate für nichtelektive HTEPs von 7,0 % im Vergleich zu HEs mit 4,5 %.

Schlussfolgerungen

Die Auswahl des Implantats für die endoprothetische Versorgung nach medialer Schenkelhalsfraktur ist abhängig von einer Vielzahl von patienten-, operateur- und implantatspezifischen Faktoren. Die geringeren Revisionsraten der HE widerlegen die Annahme, dass eine HE nur „eine halbe Sache“ sei. Anteriore oder anterolaterale Zugänge sind dem posterioren Zugang hinsichtlich Luxationstendenz überlegen. Nationale Unterschiede zeigen sich in Bezug auf die Zementierung der Prothese.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de. Zusätzlich können Sie eine Zeitschrift Ihrer Wahl in gedruckter Form beziehen – ohne Aufpreis.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 1/2019

Trauma und Berufskrankheit 1/2019 Zur Ausgabe

Standards in der Unfallchirurgie

Exoprothesenversorgung der oberen Extremität

  1. Ich möchte die nächsten 2 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Trauma und Berufskrankheit 4x pro Jahr für insgesamt 204 € im Inland (Abonnementpreis 181 € plus Versandkosten 23 €) bzw. 214 € im Ausland (Abonnementpreis 181 € plus Versandkosten 33 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 17 € im Inland bzw. 17,83 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 2. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inkl. dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com


    ​​​​​​​

  2. Sie können e.Med Orthopädie & Unfallchirurgie 14 Tage kostenlos testen (keine Print-Zeitschrift enthalten). Der Test läuft automatisch und formlos aus. Es kann nur einmal getestet werden.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Metall, das zu Knochen wird

Magensium-Implantate sind metallisch, stabil und vielfach belastbarer als herkömmliche Polymerimplantate auf PGA- oder PLA-Basis. Im Gegensatz zu anderen Metallimplantaten müssen sie nicht wieder entfernt werden – denn sie lösen sich auf und werden dabei durch körpereigenes Gewebe ersetzt.

ANZEIGE

Wieso Magnesium-Implantate? Erfahrungen eines Orthopäden

Wie unterscheiden sich Magnesium-Implantate von herkömmlichen aus Titan? Wie verhalten sie sich in der bildgebenden Diagnostik? Der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Martin Kuttner spricht über seine Erfahrungen.

ANZEIGE

Magnesium – Der neue Standard für Implantate

Magnesium-Implantate haben das Potenzial, Titan- oder Polymerimplantate komplett zu ersetzen. Wie sie sich von den Herkömmlichen unterscheiden, erfahren Sie auf unserem Content Hub. Jetzt informieren!

Bildnachweise