37. Schilddrüsenerkrankungen
- 2023
- OriginalPaper
- Buchkapitel
- Verfasst von
- Prof. Dr. med. Roland Seifert
- Erschienen in
- Arzneiverordnungs-Report 2023
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Zusammenfassung
Auf einen Blick
Verordnungsprofil Die häufigste Schilddrüsenerkrankung in Deutschland ist die Hypothyreose (ca. 5 % der Bevölkerung; subklinische und klinisch manifeste Hypothyreose zusammen). Die klinisch manifeste Hypothyreose kann mit dem Schilddrüsenhormon Levothyroxin effektiv und preiswert behandelt werden kann. Ca. 80 % der Verordnungen entfallen auf Levothyroxin, während 20 % der Verordnungen fragwürdige Kombination von Levothyroxin und Liothyronin oder Kaliumiodid betreffen. Es gibt deutliche Hinweise dafür, dass Schilddrüsenhormonpräparate in Deutschland zu häufig verordnet werden; insbesondere bei subklinischer Hypothyreose. Dadurch ergeben sich erhebliche Kosteneinsparpotenziale. Die Prophylaxe des endemischen Iodmangels mit Kaliumiodid spielt nur noch eine kleine Rolle. Die Hyperthyreose wird meist mit den Thyreostatika (Thyreoperoxidase-Inhibitoren) Carbimazol oder Thiamazol behandelt. Insgesamt gehören Schilddrüsentherapeutika in Deutschland zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln. Das Preisniveau für dieses große Indikationsgebiet ist niedrig und erfreulich stabil. aut-idem-Substitutionen bei Lieferengpässen führen nicht zu einer Verschlechterung der Therapie.
Trend. Die Verordnungen von Schilddrüsenhormonen steigen leicht an, während die Verordnungen von Thyreostatika und iodhaltigen Präparaten leicht rückläufig sind.
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- Titel
- Schilddrüsenerkrankungen
- Verfasst von
-
Prof. Dr. med. Roland Seifert
- Copyright-Jahr
- 2023
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Buch
-
Arzneiverordnungs-Report 2023
Print ISBN: 978-3-662-68370-5
Electronic ISBN: 978-3-662-68371-2
Copyright-Jahr: 2023
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-68371-2_37
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