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22.01.2018 | Schilddrüsenkarzinome | Epidemiologie | Ausgabe 2/2018

Der Onkologe 2/2018

Epidemiologie ausgewählter endokriner Tumoren in Deutschland

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 2/2018
Autor:
Dr. med. Klaus Kraywinkel

Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die Inzidenz- und Überlebensraten bösartiger Tumoren der Schilddrüse, Nebennierenrinde und neuroendokriner Tumoren in Deutschland. Die Ergebnisse beruhen auf den Daten der epidemiologischen Krebsregister der Bundesländer. In den Jahren 2012 bis 2014 wurden demnach in Deutschland jährlich etwa 7700 neuroendokrine Tumoren, 6160 bösartige Tumoren der Schilddrüse und 120 Nebennierenrindenkarzinome diagnostiziert. Ähnlich wie in vielen anderen industrialisierten Ländern war Mitte der 2000er Jahre ein deutlicher Anstieg des prognostisch günstigen papillären Schilddrüsenkarzinoms zu beobachten; die Inzidenzraten haben sich zuletzt jedoch stabilisiert. Von den neuroendokrinen Karzinomen treten etwas mehr als die Hälfte der Fälle im Verdauungstrakt auf. Von diesen sind wiederum 50 % der Tumoren gut differenziert (NET Grad 1 und 2) mit entsprechend hohen relativen Fünfjahresüberlebensraten zwischen 70 % und 90 % je nach Lokalisation. Bei den übrigen Formen sind die Überlebenschancen teilweise deutlich geringer mit Ausnahme der neuroendokrinen Karzinome (NEC) von Dünndarm und Appendix, deren Überlebensraten nur geringfügig niedriger liegen als bei den NET. Auffallend sind durchgehend höhere Überlebensraten für Frauen, die nicht alleine durch eine etwas günstigere Verteilung der histologischen Formen erklärt werden können.

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Literatur
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