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01.12.2010 | Leitthema | Ausgabe 12/2010

Der Onkologe 12/2010

Schildwächterlymphknotenbiopsie beim Melanom

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 12/2010
Autoren:
I. Satzger, M. Klein, C. Löser, S. Reske, A. Kapp, Prof. Dr. R. Gutzmer

Zusammenfassung

Die Entfernung des Schildwächterlymphknotens (SLNE), häufig auch als Schildwächterlymphknotenbiopsie oder Sentinel-Node-Biopsie bezeichnet, beinhaltet die gezielte Entfernung des tumordrainierenden Lymphknotens nach vorheriger Markierung mittels Lymphabflussszintigraphie. Seit der ersten Beschreibung von Morton im Jahr 1990 hat sich die SLNE in vielen Zentren zur operativen Standardversorgung bei der Erstdiagnose fortgeschrittener Primärmelanome entwickelt. Durch die SLNE werden frühzeitig klinisch okkulte regionäre Lymphknotenmetastasen (Mikrometastasen) erkannt. Die histopathologische und immunhistochemische Detektion regionärer Mikrometastasen gibt wichtige Informationen über die Prognose der Patienten und kann bei der Entscheidung für eine weitere operative Versorgung und adjuvante Therapie hilfreich sein. Gleichzeitig wird die SLNE aber auch kritisch hinterfragt, da es bislang keinen Beweis dafür gibt, dass dadurch die Prognose der Melanompatienten verbessert wird. Dennoch wird die Durchführung einer SLNE in den aktuellen Leitlinien ab einer Primärmelanom-Tumordicke von 1 mm empfohlen, und der Status des Schildwächterlymphknotens wurde in die Klassifikation des Melanoms integriert.

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Literatur
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