Zum Inhalt
Der Nervenarzt

Plädoyer für eine angemessen dosierte antipsychotische Psychopharmakotherapie am Beispiel von Haloperidol

Erschienen in:

Auszug

Antipsychotika sind Arzneistoffe, die eine antipsychotische Wirkung besitzen, d. h. primär zur Behandlung psychotischer Symptome, z. B. Wahn, Halluzinationen, Denkstörungen, eingesetzt werden, ohne dabei im Idealfall das Bewusstsein und die intellektuellen Fähigkeiten der Patienten wesentlich zu beeinflussen. Vielmehr gelangen die Patienten in einen Zustand relativer Indifferenz gegenüber ihrer Umwelt, psychomotorische Erregung oder innere Spannung und Angst werden verringert und der Antrieb reduziert. Akute psychotische Episoden werden vom Patienten als weniger quälend erlebt. Der häufig synonym verwendete Begriff Neuroleptika beschreibt indes die Wirkung nicht ausreichend korrekt, da mit Neurolepsie im engeren Sinne die Dämpfung oder Blockierung vegetativer Reflexe und psychischer Spannungen durch Arzneimittel gemeint ist, die tatsächliche Wirkung der Antipsychotika jedoch deutlich umfänglicher ist. …
Titel
Plädoyer für eine angemessen dosierte antipsychotische Psychopharmakotherapie am Beispiel von Haloperidol
Verfasst von
PD Dr. med. Michael Paulzen
Georgios Schoretsanitis
Publikationsdatum
07.11.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Der Nervenarzt / Ausgabe 7/2025
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407
DOI
https://doi.org/10.1007/s00115-025-01918-3
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Psychiatrie

Die Crux mit der Prognose

Wer spricht auf eine Antidepressiva-Therapie gut an? Eine frühe Symptomverbesserung ist entscheidend, wichtig sind aber auch Alter und klinischer Phänotyp. Biomarker taugen bislang eher wenig zur Abschätzung der Prognose.

DGPPN-Präsidentin fordert Versorgungsreformen

Über Globalbudgets zu mehr Flexibilität in der Behandlung psychisch Kranker: DGPPN-Präsidentin Professorin Euphrosine Gouzoulis-Mayfrank mahnt auf der Jahrestagung der Gesellschaft eine kluge Steuerung der Versorgung an.

Therapieresistente Angst: neue Definitionen, neue Therapien

Erstmals wird eine therapieresistente Angststörung klar definiert. Zur Behandlung bieten sich Kombinationen aus klassischen Psychopharmaka und Psychotherapien an. In der Entwicklung befinden sich auch Neurosteroid-Modulatoren sowie ein alter Bekannter: LSD.

Psychose-Selbsttherapie mit ChatGPT

Ein Mann will sich umbringen, bittet ChatGPT um eine Anleitung und wird von der KI in die Klinik geschickt. Dort müssen sich die Ärzte gut auf die Gespräche vorbereiten, da er die Therapie bestens informiert hinterfragt. Der Chatbot hilft ihm aber auch, wahnhafte Ideen zu erkennen.

Update Psychiatrie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Mann in Therapie/© Prostock-studio / stock.adobe.com, Psychotherapie Klientin und Therapeut*in/© EduLife Photos / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Erschöpfter weinender Mann/© nemke / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Mann holt Handy aus der Hosentasche/© Krakenimages.com / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)