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15.06.2020 | Schizophrenie | Historisches | Ausgabe 1/2021

Der Nervenarzt 1/2021

Die Einführung der Antipsychotika an der Neurologisch-Psychiatrischen Klinik der Universität Leipzig und ihre Auswirkungen auf andere Therapieformen sowie auf die Verweildauern und Verlegungen

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 1/2021
Autoren:
Christian Oeser, Prof. Holger Steinberg

Zusammenfassung

Ziel

Die Auswirkungen der Einführung der Antipsychotika auf die psychiatrische Versorgung in einer Klinik sollen erstmals überhaupt untersucht werden – konkret in der Neurologisch-Psychiatrischen Klinik der Universität Leipzig von 1946 bis 1965.

Forschungsfragen

Zu welchem Zeitpunkt wurden welche Antipsychotika erstmals eingesetzt, in welchem Umfang und wie wirkte sich dies auf den Einsatz der traditionellen Therapieformen aus.

Material und Methode

Nach psychopathologischen Kriterien wurden 306 Fälle aus dem Bestand an Patientenakten aus dem Archiv der Klinik ausgewählt und anhand der Fragestellungen systematisch erfasst.

Ergebnisse

Der Einsatz der Antipsychotika begann ab 1953 mit zunehmender Häufigkeit und Dauer. Traditionelle Therapien und Antipsychotika wurden häufig in Kombination eingesetzt. Insbesondere der Einsatz von Antipsychotika und Elektrokrampftherapie stellte die neue Basistherapie dar. Eine Herabsenkung der Verweildauer konnte nicht nachgewiesen werden. Ab 1955 erfolgten jedoch weniger Verlegungen in die Landesheilanstalten und mehr Patienten konnten als „gebessert“ in die Häuslichkeit entlassen werden. Ab 1961 konnten erste Vermerke zu Entlassungsmedikationen gefunden werden und es fanden sich Hinweise auf ambulant durchgeführte Behandlungen wie z. B. auch Krampftherapien.

Diskussion

Die Erleichterung der psychischen Rehabilitation durch die Antipsychotika kann nicht direkt belegt werden, jedoch liegt es nahe, dass die Gabe über eine zeitlich begrenzte „Kur“ hinaus zu dieser Entwicklung und auch zur Etablierung ambulanter Strukturen beigetragen haben. Somit konnte sowohl ein Einschnitt in der psychiatrischen Behandlung als auch ein Wandel für die Patienten selbst ausgemacht werden.

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