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12.01.2021 | Schizophrenie | Übersicht | Ausgabe 1/2021 Open Access

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 1/2021

Die Schizophrenie im Entwurf der ICD-11 und Implikationen für die Beurteilung der Schuldfähigkeit

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 1/2021
Autor:
Dr. med. Steffen Lau

Zusammenfassung

Die Veränderungen zur Klassifizierung schizophrener Psychosen in der Revision der ICD (International Classification of Diseases) gehen nicht mit einer grundsätzlichen Veränderung der bekannten Konzepte einher. Die Beurteilung der psychiatrischen Voraussetzungen der Schuldfähigkeit wird kaum beeinflusst. Die Aufgabe der Subtypen der Schizophrenie ist jedoch möglicherweise mit der Gefahr verbunden, dass die besonderen und individuellen Verläufe bei Betroffenen mit schizophrenen Psychosen in ihrem Variantenreichtum nicht mehr bekannt sein und wahrgenommen werden. Dies ist insbesondere problematisch in Fällen, in denen die psychotische Erkrankung nicht in dem weit verbreiteten und bekannten Phänomen „paranoid-halluzinatorisches Syndrom“ mündet, sondern eher mit Verhaltensauffälligkeiten einhergeht oder mit Veränderungen des Affektes, sprich den hebephrenen Verläufen. Die forensische Psychiatrie ist gefordert, das Wissen um solche Verläufe aktiv zu fördern, um jugendliche Straftäter, bei denen Psychopathologie mit „normalen“ Besonderheiten der Entwicklung verschränkt ist, adäquat als im Sinne der §§ 20 und 21 StGB „krankhaft seelisch gestört“ zu identifizieren und ihre sachgerechte forensisch-psychiatrische Beurteilung zu gewährleisten.

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