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09.03.2020 | Schlafapnoe | Originalien | Ausgabe 2/2020

Somnologie 2/2020

Ein optimierter Versorgungsprozess bei Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen – Pilotstudie

Zeitschrift:
Somnologie > Ausgabe 2/2020
Autoren:
Katharina Lederer, Martin Glos, Sandra Zimmermann, Leonie Alt, Maria Maass, Alexander Blau, Ingo Fietze, Thomas Penzel

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Einweisung der Patienten in die diagnostische Polygraphie wird bisher von einer medizinisch ausgebildeten Fachkraft durchgeführt. Dieser Prozess ist zeit- und ressourcenintensiv. In dieser Pilotstudie wurde ein innovativer Versorgungsweg bei schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) untersucht, um eine beschleunigte Diagnostik und effektivere Therapiezuweisung zu erreichen. Hierfür wurde den Studienteilnehmern ein Polygrafie (PG)-Gerät direkt von der versorgenden Firma nach Hause geliefert.

Methodik

Der Patient legte die PG selbstständig nach einer Bedienungsanleitung an und erhielt bei Bedarf telefonische Unterstützung. Nach der Untersuchungsnacht wurde das Gerät zurückgesendet. Die ärztliche Befundung erfolgte online über ein verschlüsseltes Portal. Zusätzlich erfolgte eine Befragung zur subjektiven Zufriedenheit mit dem Ablaufprozess sowie ein Vergleich der PG-Ergebnisse mit einer zeitnahen Polysomnografie (PSG).

Ergebnisse

Es wurden 50 Patienten (m = 30/w = 20) mit Verdacht auf SBAS im mittleren Alter von 50,5 ± 13,7 Jahren eingeschlossen. Die Probanden wiesen unter beiden Messverfahren einen ähnlichen mittleren Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) (PSG) von M = 20,8 (SD 23,2) und AHI (PG) von M = 20,2 (SD 18,9) auf. Bei AHI-Werten zwischen ≥15–<30/h ergab sich eine Sensitivität von 63 % und Spezifität von 88 % für die PG im Vergleich zur PSG. Bei AHI-Werten >30/h lag die Sensitivität bei 88 % und die Spezifität bei 91 %.

Diskussion

In der Beurteilung, ob eine klinisch relevante Schlafapnoe vorliegt, zeigte sich eine eher schwache, moderate Übereinstimmung zwischen den einzelnen Diagnosekategorien der Messverfahren, wobei sich die häufigsten Übereinstimmungen in den höchsten und niedrigsten Diagnosegruppen zeigten. Die Ergebnisse lassen jedoch aufgrund der selektiven Stichprobe keine Prognosen hinsichtlich der Durchführbarkeit in einer allgemeinen oder multimorbiden Patientengruppe zu.

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