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12.03.2020 | Schlafapnoe | Übersichten | Ausgabe 1/2020

Somnologie 1/2020

Schlaf und idiopathische Lungenfibrose (IPF)

Zeitschrift:
Somnologie > Ausgabe 1/2020
Autoren:
Prof. Dr. med. Kurt Rasche, Markus Leidag, Maritta Orth

Zusammenfassung

Hintergrund

Schlafstörungen und schlafbezogene Atmungsstörungen sind bei idiopathischer Lungenfibrose (IPF) sehr häufig, aber wenig beachtet.

Fragestellung

Darstellung der klinischen Bedeutung und der vermuteten Ursachen von Schlafstörungen und schlafbezogenen Atmungsstörungen bei IPF sowie der Konsequenzen für das diagnostische und therapeutische Management der IPF.

Material und Methode

Auswertung der zur Verfügung stehenden Literatur zum Thema IPF – Schlaf – Schlafstörungen – schlafbezogene Atmungsstörungen.

Ergebnisse

Die Ursachen für Schlafstörungen bei IPF sind vielfältig, u. a. sind es der nächtliche Husten, schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS) sowie ein gesteigerter Atmungsantrieb. Der Epworth Sleepiness Scale Score (ESS-Score) ist zur Erfassung der Tagesschläfrigkeit bei IPF wenig geeignet. Bessere Ergebnisse liefern der Functional Outcomes of Sleep Questionnaire (FOSQ) und die Fatigue Severity Scale (FSS). Sauerstoffentsättigungen im Schlaf können durch die Lungenfunktion nicht sicher vorhergesagt werden, eher noch durch den arteriellen Sauerstoffpartialdruck (PaO2) im Wachzustand. Es gibt Hinweise für eine Mortalitätssteigerung und damit Prognoseverschlechterung bei Patienten mit häufigen nächtlichen Hypoxämien und zusätzlicher pulmonaler Hypertonie. Allerdings existieren für die IPF bisher keine evidenzbasierten Empfehlungen für die Indikationsstellung zur Sauerstofftherapie und nichtinvasiven Beatmung im Schlaf. Obstruktive Schlafapnoen (OSA) kommen bei IPF häufiger vor, insbesondere bei IPF-Patienten mit erhöhtem Body-Mass-Index (BMI). Treten OSA bei einer IPF auf, sind die Sauerstoffentsättigungen deutlich stärker ausgeprägt als bei alleiniger Schlafapnoe. Die Therapie von Schlafstörungen und SBAS bei IPF ist nur individuell durchzuführen.

Schlussfolgerungen

Bei Fehlen effektiver Therapiemöglichkeit der IPF erscheint die Optimierung der Schlaf- und Lebensqualität durch die Behandlung von Schlafstörungen und schlafbezogenen Atmungsstörungen ein wichtiges Ziel.

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