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Über dieses Buch

Diagnostische und therapeutische Hilfen für den Umgang mit schlafgestörten Patienten. Praxisnah und übersichtlich von einem interdisziplinären renommierten Autorenteam der Schlafmedizin.

Das Wichtigste zum schnellen Nachschlagen für die Praxis.

Gestörter Schlaf ist eine der häufigsten Beschwerden in der ärztlichen Praxis. Das gezielte Erkennen von Schlafstörungen wie die Insomnie, das Schlafapnoe-Syndrom, Parasomnien oder Hypersomnien gehören mittlerweile zum Alltag der ärztlichen Praxis. Die Schlafmedizin bietet neue wirksame therapeutische Verfahren zum Vorteil der Patienten:

Komorbide Störungen verbessern sich, Folgeschäden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychische Störungen können verhindert oder abgemildert werden.

Guter Schlaf ist ein integrativer Bestandteil der Gesundheit.

Mit Informationsmaterial für Patienten, Fragebögen, Fallbeispielen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Schlaf und Schlafmedizin – Grundlagen

Die Schlafmedizin umfasst sowohl Forschungsbereiche, die den gesunden Schlaf betreffen, als auch solche, die den gestörten Schlaf untersuchen. Die Klassifikation der Schlafstörungen ist im ICD-10 eingebettet. Es existiert jedoch auch eine differenziertere Einteilung, die Internationale Klassifikation der Schlafstörungen (ICSD).

Tatjana Crönlein, Wolfgang Galetke, Peter Young

2. Insomnie

Die Insomnie gehört zu den häufigsten Störungen in der Medizin mit Prävalenzen um die 10 % der Bevölkerung. Während insomnische Beschwerden bei ca. 30 % der Bevölkerung bestehen, sind primäre Insomnien bei 3 % der Bevölkerung zu finden. Insomnie bezeichnet die Störung des Einschlafprozesses in Abwesenheit einer organischen oder externen Ursache und geht in der Regel mit einer erhöhten Fokussierung auf die Schlafstörung und einer erheblichen Beeinträchtigung der Tagesbefindlichkeit einher.

Tatjana Crönlein

3. Schlafbezogene Atmungsstörungen

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom ist die häufigste Form der schlafbezogenen Atmungsstörungen und geht häufig mit Schnarchen, Tagesschläfrigkeit und Übergewicht einher. Die Schlafapnoe kann jedoch auch bei schlanken Frauen oder Kindern vorkommen und unspezifische Symptome wie Konzentrationsstörungen oder insomnische Beschwerden verursachen. Sie kann vor allem komorbide Störungen, wie zum Beispiel eine Depression, erheblich verschlechtern.

Wolfgang Galetke

4. Motorische Störungen

Motorische Störungen im Schlaf sind Bewegungsphänomene, die während des Schlafens auftreten. Dazu gehören das Restless- legs-Syndrom, periodische Beinbewegungen im Schlaf, Einschlafzuckungen, Bruxismus und die Jactatio capitis nocturna. Das Restless-legs-Syndrom ist relativ häufig und nicht immer leicht zu diagnostizieren bzw. zu behandeln.

Peter Young

5. Hypersomnolenz zentralen Ursprungs

Tagesmüdigkeit und eine erhöhte Einschlafneigung am Tag trotz ausreichendem Schlaf sind häufig genannte Beschwerden in der allgemeinärztlichen Praxis. Nach der aktuellen ICSD-3 werden diese Störungen jetzt übergeordnet als Hypersomnolenzstörungen zentralen Ursprungs bezeichnet. Hypersomnolenzen sind Krankheitsbilder, bei denen die Symptomatik nicht durch eine nachweisbare körperliche oder psychiatrische Ursache hervorgerufen wird.

Tatjana Crönlein, Wolfgang Galetke, Peter Young

6. Zirkadiane Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

Zirkadiane Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus entstehen durch eine Desynchronisation zwischen dem Schlaf-Wach- Rhythmus und äußeren Zeitgebern. Diese Schlafstörungen sind dadurch definiert, dass die Schlafphasen zu Zeitpunkten stattfinden, an denen der Körper normalerweise wach ist.

Tatjana Crönlein, Wolfgang Galetke, Peter Young

7. Parasomnien

Parasomnien bezeichnen Störungen, die während des Schlafes bzw. während des Übergangs vom Wachen zum Schlafen vorkommen. Sie umfassen komplexe motorische Störungen, häufig mit Handlungsabläufen, wie zum Beispiel Schlafwandeln oder Pavor nocturnus, aber auch Albträume. Parasomnien werden nach REM- oder Non-REM-Schlafbezogen unterteilt, je nachdem wann sie auftreten. In der Regel kommen Parasomnien in der Kindheit als Ausdruck des reifenden Gehirns vor, sie können jedoch auch Erwachsene betreffen.

Tatjana Crönlein, Wolfgang Galetke, Peter Young

8. Verhaltenstherapeutische Methoden in der Schlafmedizin

Die Schlafmedizin verfügt neben pharmakologischen und operativen Methoden vor allem über einen gut validierten psychotherapeutischen Methodenbereich. Dieser spielt insbesondere bei Insomnien eine Rolle. Unter den psychotherapeutischen Methoden hat sich die Verhaltenstherapie als effektive und nachhaltig wirksame Methode erwiesen, sie wird von den Patienten gut akzeptiert.

Tatjana Crönlein

9. Pharmaka in der Schlafmedizin

Psychopharmaka sind ein wesentlicher Bestandteil der Therapie in der Schlafmedizin. Neben den Hypnotika werden vor allem wach machende Substanzen (Stimulanzien) und solche Medikamente verschrieben, die bei Bewegungsstörungen eingesetzt werden. Während die zugelassenen Substanzen Standard sind, gibt es eine Zunahme im Off-label-Bereich. Für einige dieser Substanzen gibt es mittlerweile Daten für die Wirksamkeit und Sicherheit auch in der nicht behördlich zugelassenen Indikation.

Tatjana Crönlein, Wolfgang Galetke, Peter Young

10. Schlafmedizinische Messmethoden

Die schlafmedizinischen Messmethoden haben sich wesentlich aus der frühen Schlafforschung entwickelt. Hierzu gehört in erster Linie die Polysomnographie, das heißt, die Messung des Schlafverhaltens auf physiologischer Ebene. Mit der Entdeckung des Schlafapnoesyndroms erlangten ambulante Messverfahren, wie zum Beispiel das Apnoe-Screening, weitreichende Bedeutung und lösten teilweise die aufwendigere Polysomnographie ab. Schlafmedizinische Messmethoden umfassen jedoch auch die Messung der Tagesmüdigkeit oder der Schlaf-Wach-Rhythmen.

Tatjana Crönlein, Wolfgang Galetke, Peter Young

Backmatter

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