Beginn der Antikoagulation nach Schlaganfall bei Vorhofflimmern
Update 2026
- 19.02.2026
- Schlaganfall
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 2
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Bayerische Landesärztekammer
- Zertifiziert bis
- 10.02.2027
- Anzahl Versuche
- 2
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Bis zu 25–30 % aller ischämischen Schlaganfälle sind durch kardiale Embolien bedingt, meist infolge von Vorhofflimmern. Bei der Initiierung beziehungsweise Wiederaufnahme der Antikoagulation gilt es daher, den Nutzen der Sekundärprävention gegen das Risiko – insbesondere einer intrazerebralen Blutung – abzuwägen. Ziel dieses Artikels ist es, den aktuellen Kenntnisstand zum Beginn der Antikoagulation nach akutem Schlaganfall bei Vorhofflimmern darzustellen.
Nach Lektüre dieser Lerneinheit …
- wissen Sie, dass laut Studienlage eine frühe Einleitung einer oralen Antikoagulation nach ischämischem Schlaganfall bei Vorhofflimmern in vielen Fällen sicher und effektiv ist,
- kennen Sie die Studien, die zeigen, dass ein frühzeitiger Beginn – typischerweise innerhalb der ersten vier Tage – im Vergleich zu einem späteren Start kein erhöhtes Risiko für symptomatische intrazerebrale Blutungen mit sich bringt, gleichzeitig aber das Risiko für erneute ischämische Schlaganfälle senken kann,
- wissen Sie, dass nicht Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien gegenüber Vitamin-K-Antagonisten in den meisten Fällen klar zu bevorzugen sind, da sie bei vergleichbarer Wirksamkeit ein geringeres Risiko schwerer und insbesondere intrakranieller Blutungen aufweisen,
- wissen Sie, dass die klinische Entscheidung zum Startzeitpunkt weiterhin individualisiert erfolgen und Infarktgröße, -lokalisation, Schweregrad des Schlaganfalls, das Vorliegen hämorrhagischer Transformationen, das Netto-Blutungs-Risiko sowie Begleiterkrankungen berücksichtigen sollte.
Die Bayerische Landesärztekammer vergibt für diese Fortbildungseinheit der Kategorie I 2 Fortbildungspunkte. Die Fortbildung ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt.