Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

In Deutschland leben etwa 4,4 Millionen Menschen, die aufgrund langanhaltender Schmerzen körperlich und sozial beeinträchtigt sind. Bei mehr als der Hälfte aller Menschen mit chronischem Schmerz dauert es mehr als zwei Jahre, bis sie eine wirksame Schmerzbehandlung erhalten. Dieses Buch hilft Betroffenen, sich gezielter professionelle Unterstützung zu suchen.

Knapp 60 führende Schmerzexperten haben mit über 77 Beiträgen daran mitgewirkt. So erfahren der Betroffene und Angehörige mehr über die körperlichen, psychischen und sozialen Zusammenhänge von Schmerz, um die Behandlung motiviert und eigenverantwortlich mitzugestalten. So versteht der Betroffene die bio-psycho-sozialen Zusammenhänge von Schmerz aus Sicht der aktuellen Schmerzmedizin und –psychologie. Dies schafft die Voraussetzung, die Schmerzbehandlung motiviert und eigenverantwortlich mitzugestalten.

Die 3. Auflage wurde komplett aktualisiert und umfassend erweitert, u.a. um die Themen „Schmerz und Sexualität“, „Wachstumsschmerzen bei Kindern“, „Endometriose“ und „Gelenkschmerz“, „Naturheilkunde bei Schmerz“ und was bei der Einnahme von Schmerzmitteln während der Schwangerschaft, Stillzeit, auf Reisen und beim Sport zu beachten ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Schmerz

Zusammenfassung
Wie häufig kommen chronischen Schmerzen vor, welche volkswirtschaftlichen Kosten zieht die Erkrankung nach sich, und unter welchen sozialen Problemen leidet der Betroffene? Über diese Fragestellungen wird ein Einblick in die moderne Schmerztherapie gegeben, und die physiologischen Vorgänge beim Schmerzgeschehen werden erklärt. Die Definitionen von akutem und chronischem Schmerz und deren Ursachen sowie die Darstellung von Zusammenhängen zwischen Schmerz und Psyche. Die kulturellen Aspekte und die geschichtliche Entwicklung der Schmerzmedizin runden das Thema ab.
Hans-Günter Nobis, Roman Rolke, Friederike Keifel, Claudia Winkelmann, Hans Christof Müller-Busch

Kapitel 2. Schmerzerkrankungen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden alle gängigen Schmerzerkrankungen beschrieben, deren Vorkommen, die diagnostische Abklärung durch den Arzt, die Ursachen und die Möglichkeiten der Behandlung, die je nach Schmerz sehr unterschiedlich sein können. Neben Schmerzerkrankungen wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Migräne sowie Nervenschmerzen wird auch auf Erkrankungen wie Phantomschmerz, Tumorschmerz, Magen-Darm-Schmerzen, Fibromyalgie-Syndrom, somatoforme Schmerzstörung und den Mund- und Gesichtsschmerz mit seinen speziellen Formen, z. B. Trigeminusneuralgie und craniomandibuläre Dysfunktion, eingegangen. Gleichzeitig werden auch spezielle Fragestellungen aufgegriffen wie: Machen Opioide süchtig? Sind Schmerzspritzen ein unabwendbares Übel? Kann ein Tumorschmerz auch nach der Heilung eines Tumors fortbestehen? Neu ergänzt wurden Beiträge zum Gelenkschmerz, zum CRPS, zu Unterbauchschmerzen der Frau mit einer besonderen Vorstellung der Zusammenhänge bei Endometriose.
Herta Flor, Charly Gaul, Frauke Musial, Doreen Pfau, Michael Pfingsten, Roman Rolke, Martin von Wachter, Stefan Wirz, Eva Liesering-Latta, Myriam Herrnberger, Frank Birklein, Jule Frettlöh, Sylvia Mechsner, Hans-Georg Schaible, Friederike Siedentopf

Kapitel 3. Besonderheiten bei Schmerz

Zusammenfassung
Bei schlechtem Schlaf kann am Folgetag die Schmerzempfindlichkeit gesteigert sein. Umgekehrt können Schmerzen zu gestörtem Schlaf führen. Auch das Alter kann die Schmerzempfindlichkeit verändern. Bei Kindern und Jugendlichen finden sich am häufigsten Kopfschmerzen, die in Zusammenhang mit Belastungen in Schule und Familie stehen können. Im Alter treten chronische Schmerzen in den Vordergrund. Können sie z. B. aufgrund von Demenz nicht in Worten geäußert werden, sollte u. a. auf Gesichtsausdruck oder Körpersprache geachtet werden. Die Behandlung mit Schmerzmedikamenten ist im Alter schwierig, weil oft verschiedene Medikamente gleichzeitig eingenommen und Wechselwirkungen beachtet werden müssen. Auch das Geschlecht verändert die Wahrnehmung von Schmerzen. Frauen sind schmerzempfindlicher als Männer und viele chronische Schmerzerkrankungen kommen häufiger bei Frauen vor. Schmerz stellt auch eine Herausforderung in der Partnerschaft dar. Gespräche und gegenseitiges Verständnis sind wichtige Bausteine für eine gute Beziehung. Dazu gehört auch das Gespräch über die Folgen von Schmerz auf die Sexualität. Neue Aspekte der Placebo-Forschung werden vorgestellt und was von Wachstumsschmerzen bei Kindern zu halten ist.
Heinz-Dieter Basler, Michael Dobe, Hans-Günter Nobis, Esther Pogatzki-Zahn, Jürgen Wild, Regine Klinger, Anke Diezemann, Thomas Menge

Kapitel 4. Schmerzdiagnostik

Zusammenfassung
Dieses Kapitel beschreibt die Notwendigkeit einer ausführlichen Erhebung der Entwicklung, Art, Lokalisation und Schwere des akuten und des chronischen Schmerzes. Dabei wird die Nutzung von Schmerzfragebögen erläutert, mit deren Hilfe Schmerzstärke und Schmerzempfindlichkeit gemessen werden. Wie sinnvoll und hilfreich es für Patienten wie für den Arzt ist, ein Schmerztagebuch zu führen, wird ebenso erklärt.
Rainer Freynhagen, Christian Geber, Raimond Hoche, Wolfgang Richter, Roman Rolke

Kapitel 5. Schmerztherapie

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden alle gängigen Methoden der Schmerztherapie beschrieben, angefangen mit der medikamentösen Therapie. Es werden nicht nur spezielle Einsatzgebiete von Wirkstoffen vorgestellt sondern auch auf die damit verbundenen Gefahren hingewiesen. Ausführlich kommt hier der Einsatz von Medikamente in der Schwangerschaft, im Sport, auf Auslandsreisen und beim Autofahren zur Sprache. Möglichkeiten der invasiven Schmerztherapie und die neurochirurgische Schmerzbehandlung werden beschrieben und durch Hinweise auf Schmerzschrittmacher ergänzt. Auf die Einsatzmöglichkeiten von Akupunktur, Manueller Therapie und Physiotherapie wird eingegangen. Was ist von Naturheilkunde bei Schmerz zu halten? Es folgen Formen von psychologischen Therapieverfahren: Kognitive Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Verfahren, Entspannungstherapie, Biofeedback und Hypnosebehandlung. Danach werden die sog. ergänzenden Verfahren wie Imagination, Feldenkrais-Methode und Musiktherapie betrachtet. Auch die wichtige Frage, was können wir durch unsere Ernährung beeinflussen? Abschließend geht es um einen Aspekt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt: die Zusammenarbeit der verschiedenen Gesundheitsberufe bzw. die Kombination der verschiedenen Behandlungsmethoden auf Basis des bio-psycho-sozialen Modells der Schmerzentstehung und deren Chronifizierung.
Claudia Borrmann, Gideon Franck, Kornelia Gees, Toni Graf-Baumann, Monika Hasenbring, Hans-Joachim Hoff, Peter Hoffmann, Dominik Irnich, Nicolas Jakobs, Bernhard Klasen, Markus Klein, Peter Kropp, Kay Niemier, Hans-Günter Nobis, Heike Norda, Anke Pielsticker, Ralph Spintge, Thilo Wagner, Ralph Windwehe, Roman Rolke, Sonja Hiddemann, Claudia Winkelmann, Friederike Keifel, Marc Werner, Sigrid Bosmann

Kapitel 6. Erfahrungsberichte von Schmerzpatienten

Zusammenfassung
Therapeuten berichten sehr individuell über die Erfahrung mit ihren Schmerzpatienten: das gegenseitige Kennenlernen von Patient und Arzt, das Hinführen zu neuen Therapieformen, die Begleitung während der Therapie und von Niederlagen und Erfolgen dabei. Besonders lehrreich sind die beschriebenen Selbsterfahrungen von Betroffenen, die das „Therapeutikum“ Selbsthilfegruppe für sich entdeckt haben.
Carmen Franz, Hans-Günter Nobis

Kapitel 7. Wo finden Schmerzpatienten Hilfe?

Zusammenfassung
Oft ist es nicht einfach, die schnellsten Wege zum besten Ansprechpartner oder den richtigen Versorgungsstrukturen für eine gute Schmerzbehandlung zu finden. Eine wichtige Rolle spielen neben Ärzten mit der Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“ auch auf Schmerz spezialisierte Psychotherapeuten und andere Berufsgruppen wie die Physiotherapie und Pflege. Je nach eigener Bewegungsmöglichkeit des Patienten kann der Besuch einer Schmerzklinik mit einem mehrwöchigen Aufenthalt sinnvoll sein. Alternativen sind Schmerzambulanzen oder erweiterte Angebote in Schmerztageskliniken. In allen genannten Strukturen finden interdisziplinäre Schmerzkonferenzen statt, in denen Ärzte verschiedener Fachgebiete wie etwa der Anästhesiologie, Orthopädie oder Neurologie zusammen mit Psychologen und weiteren Berufsgruppen über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Schmerzen ihrer Patienten beraten.
Heike Norda, Stephan Panning, Dagmar Seeger

Backmatter

In b.Flat Patientenratgeber für Hausärzte enthaltene Bücher

In b.Flat Schmerzmedizin pro enthaltene Bücher

In b.Flat Schmerzmedizin für Hausärzte enthaltene Bücher

In b.Flat Schmerzmedizin kompakt enthaltene Bücher

In b.Flat Klinik Schmerzmedizin enthaltene Bücher

In b.Flat Klinik Allgemeinmedizin enthaltene Bücher

In b.Flat SpringerMedizin.de Gesamt enthaltene Bücher

Weitere Informationen