Zum Inhalt

Chronischer Nichttumorschmerz in der hausärztlichen Praxis

Erschienen in:

Zusammenfassung

Chronische Nichttumorschmerzen (CNTS) sind ein weit verbreitetes Krankheitsbild in Deutschland, das die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigt und die Volkswirtschaft belastet. Häufig treten zusammen mit CNTS auch Komorbiditäten wie Depressionen und Medikamentenmissbrauch auf. Die Behandlung von CNTS erfordert eine individualisierte, multimodale Schmerztherapie, die sowohl medikamentöse als auch nichtmedikamentöse Maßnahmen umfasst. Opioide sind die wirksamste Einzelmaßnahme bei CNTS, ihre Anwendung muss jedoch korrekt erfolgen, um Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten. Die S3-Leitlinie Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nichttumorbedingten Schmerzen (LONTS) bietet eine hilfreiche Ressource zur Verbesserung von Therapieentscheidungen bei CNTS. Es ist wichtig, eine realistische Prognose und Therapieziele zu kommunizieren und die Risiken einer Opioidtherapie klar zu benennen. Bei falschem Einsatz von Opioiden ist das Risiko für Patienten hoch. Präventions- und Absetzstrategien sind daher von großer Bedeutung.
Titel
Chronischer Nichttumorschmerz in der hausärztlichen Praxis
Verfasst von
PD Dr. med. Johannes Just
Neele Kufeld, MSc.
Publikationsdatum
19.10.2023
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.
Bildnachweise
Hände einer alten Frau/© abcmedia / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodel)