Olfaktorisches Alarmsignal Schon mal von „Schreckstoff“ gehört?
- 17.06.2024
- Panorama
- Verfasst von
- Moritz Borchers
- Erschienen in
- HNO Nachrichten | Ausgabe 3/2024
Auszug
1936 hatte der österreichische Zoologe Karl von Frisch Folgendes beobachtet: Elritzen - eine Fischart - inspizieren verletzte Artgenossen zunächst neugierig, geraten dann aber schnell in Panik, fliehen, suchen Schutz in Bodennähe bzw. schießen mit hoher Geschwindigkeit wild durchs Becken [Stensmyr MC et al. Curr Biol. 2024;34(7):R278-R281]. Auf der Suche danach, was genau diese Schreckreaktion auslöst, fand von Frisch in den kommenden Jahren heraus, dass es sich um ein speziesspezifisches olfaktorisches Signal handelt, das aus der verletzten Fischhaut freigesetzt wird. „Schreckstoff“ nannte der Verhaltensforscher die bis dato noch nicht näher charakterisierte Substanz - ein sprechender Name, der sich bis heute gehalten hat, selbst im englischen Sprachraum. …
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- Titel
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Olfaktorisches Alarmsignal
Schon mal von „Schreckstoff“ gehört? - Verfasst von
-
Moritz Borchers
- Publikationsdatum
- 17.06.2024
- Verlag
- Springer Medizin
- Erschienen in
-
HNO Nachrichten / Ausgabe 3/2024
Print ISSN: 0177-1000
Elektronische ISSN: 2198-6533 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00060-024-9175-z