Skip to main content
main-content

09.06.2017 | Übersichten | Ausgabe 6/2017

Rechtsmedizin 6/2017

Schütteltrauma vs. Impfkomplikation

Eine kritische Analyse und Literaturübersicht

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 6/2017
Autoren:
L. Küppers, B. Hartung, M. Karenfort, S. Ritz-Timme

Zusammenfassung

Hintergrund

Als charakteristische Befundkonstellation des Schütteltrauma-Syndroms („shaken baby syndrome“, SBS) gelten eine Enzephalopathie sowie subdurale und retinale Blutungen. Der Beweiswert dieser Befundkonstellation wird im forensischen Kontext nicht selten bezweifelt und ihre Pathophysiologie ist immer wieder Gegenstand von Kontroversen zwischen Gutachtern. So vertrat ein Gutachter in einem Strafverfahren die Auffassung, dass die für ein SBS typische Befundkonstellation auf die Wochen zuvor erfolgten Schutzimpfungen zurückzuführen, also Folge einer Impfkomplikation sei.

Ziele der Arbeit

Die Evidenz des durch den Gutachter angenommenen Zusammenhangs zwischen Impfungen und dem Auftreten von SBS-typischen Befunden wurde überprüft.

Material und Methoden

Es wurde eine selektive Literaturrecherche durchgeführt und die wesentlichen Aussagen des Gutachters wurden im Hinblick auf ihre Evidenz analysiert.

Ergebnisse

Ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfungen und den für das kindliche Schütteltraumasyndrom typischen Befunden ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Viel mehr spricht die aktuelle Literatur gegen das Vorhandensein solcher Zusammenhänge.

Schlussfolgerung

Für einen Zusammenhang zwischen Schutzimpfungen und dem Auftreten von SBS-typischen Befunden existiert keine Evidenz.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de. Zusätzlich können Sie eine Zeitschrift Ihrer Wahl in gedruckter Form beziehen – ohne Aufpreis.

Jetzt e.Med bestellen und 100 € sparen!

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 6/2017

Rechtsmedizin 6/2017 Zur Ausgabe
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Rechtsmedizin 6x pro Jahr für insgesamt 550 € im Inland (Abonnementpreis 521 € plus Versandkosten 29 €) bzw. 568 € im Ausland (Abonnementpreis 521 € plus Versandkosten 47 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 45,83€ im Inland bzw. 47,33 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inklusive dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.
     

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com
     

Neu im Fachgebiet Rechtsmedizin

01.02.2020 | Forensische Begutachtung | CME | Ausgabe 1/2020

Diagnose einer gewaltsamen Erstickung

Teil 1: Reevaluation der Spezifität makroskopischer und histomorphologischer Befunde

27.01.2020 | Schwerpunkt: Lunge | Ausgabe 1/2020

Immunhistochemiebasierte prädiktive Biomarker bei Lungenkarzinomen

27.01.2020 | Schwerpunkt: Lunge | Ausgabe 1/2020

Zytologie der primären Lungenkarzinome