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13.08.2017 | Schwangerschaft | CME-Kurs | Kurs

Neonatizid als mögliche Folge einer negierten Schwangerschaft - Psychische Dynamik und Schuldfähigkeitsbeurteilung

Zeitschrift:
Rechtsmedizin | Ausgabe 4/2017
Autoren:
V. Dorsch, N. Jelden, Prof. Dr. med. A. Rohde
Für:
Ärzte
Zertifiziert bis:
14.08.2018
CME-Punkte:
3
Zertifizierende Institution:
Ärztekammer Nordrhein
Anzahl Versuche:
2
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Zusammenfassung

Neonatizide (Tötung eines Neugeborenen innerhalb der ersten 24 h) werden am ehesten von Frauen begangen, die eine erhebliche Persönlichkeitsproblematik aufweisen, ohne dass die Kriterien einer krankheitswertigen Persönlichkeitsstörung erfüllt sind. Diese Frauen können bei ungewünschter Schwangerschaft keine üblichen Lösungswege einschlagen und Hilfsangebote annehmen. Die Schwangerschaft wird oft noch im 1. Trimenon bemerkt, sodass ein Abbruch möglich wäre. Der Prozess einer „gesunden“ Auseinandersetzung mit der ungewollten Schwangerschaft wird an irgendeiner Stelle unterbrochen; dies bedingt das Ausmaß der Negierung der Schwangerschaft. Kommt es dann mehr oder weniger unerwartet zur Geburt, kann im Rahmen einer Stress- oder Panikreaktion bzw. aus Angst vor Entdeckung die aktive Tötung des Kindes erfolgen. In anderen Fällen verstirbt das Neugeborene durch Nichtversorgung. Daraus folgt nicht automatisch die Feststellung einer verminderten Schuldfähigkeit im Sinne der §§ 20/21 StGB.

Lernziele

Nach der Lektüre dieses Beitrags …

  • kennen Sie Definition und Häufigkeit des Neonatizids.
  • kennen Sie Häufigkeit und Erscheinungsformen negierter Schwangerschaften.
  • sind Sie in der Lage, Persönlichkeitseigenschaften zu benennen, die mit negierter Schwangerschaft und Neonatizid assoziiert sind.
  • können Sie den Stellenwert von Angeboten wie Babyklappe, anonyme bzw. vertrauliche Geburt in der Prävention von Neonatiziden beurteilen.
  • kennen Sie die Konzepte zur Schuldfähigkeitsbeurteilung betroffener Frauen.

Zertifizierungsinformationen

Diese Fortbildungseinheit ist zertifiziert von der Ärztekammer Nordrhein gemäß Kategorie D und damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Es werden 3 Punkte vergeben. Gemäß Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die auf CME.SpringerMedizin.de erworbenen Fortbildungspunkte von der Österreichischen Ärztekammer 1:1 als fachspezifische Fortbildung angerechnet (§26(3) DFP Richtlinie).

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