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14.11.2016 | Leitthema | Ausgabe 1/2017 Open Access

Der Ophthalmologe 1/2017

Sekundärerkrankungen bei hoher Myopie

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 1/2017
Autoren:
Prof. Dr. F. Ziemssen, W. Lagrèze, B. Voykov

Zusammenfassung

Hintergrund

Augen mit hoher Myopie (Achslänge ≥ 26,5 mm) weisen nicht einfach nur einen Größenunterschied auf. Angesichts morphologischer und struktureller Veränderungen erklärt sich das erhöhte Risiko für verschiedene Sekundärerkrankungen.

Fragestellung

Betrachtet werden Inzidenz und Mortalität von Augenerkrankungen bei hoher Myopie. Außerdem erfolgt eine Darstellung von deren Ursachen und Klinik.

Material und Methode

Es erfolgten eine systematische Literaturanalyse, Diskussion von Grundlagenarbeiten und epidemiologischen Analysen.

Ergebnisse

Choroidale Neovaskularisation (adjustierte Prävalenz: 2,5–5 %), Staphylome, Foveoschisis und periphere Netzhautdegenerationen sind Beispiele für Probleme, die zur erhöhten Rate von Sehbehinderung und Blindheit beitragen. Hohe Myopie ist mit einem deutlich erhöhten Ablatiorisiko nach Linsenchirurgie assoziiert (Hazard Ratio 6,1), insbesondere noch häufiger bei jüngeren Menschen. Das assoziierte Offenwinkelglaukom (Odds Ratio: 2,46) wird nicht selten wegen relativ niedriger Druckwerte erst spät erkannt.

Schlussfolgerungen

Das Verständnis um Dehnungsherde und Staphylome hat sehr von den Fortschritten der Bildgebung profitiert (Magnetresonanztomographie, Kohärenztomographie, Weitwinkelaufnahmen), die frühere histologische Beobachtungen ergänzt und erklärt. Das Wissen um das Risikoprofil ist für den ärztlichen Alltag von hoher Relevanz.

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Über diesen Artikel

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