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10.03.2020 | Seltene Erkrankungen | Leitthema | Ausgabe 4/2020

Der Onkologe 4/2020

Systemtherapie des metastasierten Analkarzinoms

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 4/2020
Autoren:
Laura Elisabeth Fischer, Prof. Dr. med. Volker Heinemann

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Analkarzinom ist eine seltene Erkrankung, deren Inzidenz derzeit in Deutschland zunimmt. Mehr als 80 % aller Analkarzinome sind mit einer Infektion mit humanem Papillomvirus (HPV) assoziiert. In der Behandlung des metastasierten Analkarzinoms steht die systemische Therapie im Vordergrund. Hier gibt es nur wenige prospektive Studien, die für die Definition eines therapeutischen Standards herangezogen werden können. Als neuer Behandlungsansatz wird derzeit die Effektivität einer Immuntherapie evaluiert.

Ziel der Arbeit

Es wird eine Übersicht über die aktuelle Studienlage zur systemischen Therapie des metastasierten Analkarzinoms gegeben.

Material und Methoden

Dazu erfolgte eine Literaturrecherche zur Evidenz der systemtherapeutischen Optionen des metastasierten Analkarzinoms.

Ergebnisse

Als Erstlinienchemotherapie kann Paclitaxel plus Carboplatin oder die Kombination aus 5‑Fluorouracil (5-FU) und Cisplatin gegeben werden. Die Effektivität einer Zweitlinienchemotherapie wurde bisher in Studien nicht geprüft, sie kann jedoch abhängig vom initialem Einsatz mit einem Taxan oder einem 5‑FU-basierten Regime durchgeführt werden. Erste Daten belegen bei vorbehandelten Patienten die Wirksamkeit einer Immuntherapie mit Nivolumab oder Pembrolizumab.

Schlussfolgerung

Im Rahmen der immuntherapeutischen Behandlungsansätze gewinnt insbesondere die Assoziation des Analkarzinoms mit der HPV-Infektion an Bedeutung. Eine hohe Relevanz für die Prognose der Patienten scheint darüber hinaus ein multimodales Therapiekonzept zu haben.

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Literatur
Über diesen Artikel

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