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02.04.2015 | Was Patienten fragen | Ausgabe 2/2015

best practice onkologie 2/2015

Senkt die prophylaktische Einnahme von Aspirin das Krebsrisiko?

Zeitschrift:
best practice onkologie > Ausgabe 2/2015
Autor:
Springer Medizin-Verlag
Das Thema ist nicht ganz neu: Die krebspräventive Wirksamkeit von Aspirin wird aufgrund entsprechender Studiendaten schon seit Längerem diskutiert. Nun hat eine multinationale Forschergruppe alle verfügbaren Studien zur Frage von Nutzen und Risiken einer regelmäßigen prophylaktischen Einnahme von Aspirin im Hinblick auf Inzidenz und Mortalität von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erneut analysiert. Das Ergebnis: Der Nutzen überwiegt die Risiken, und er geht zum größten Teil auf die Reduktion von Krebsinzidenz und -sterblichkeit zurück [ 1, 2]. Der Analyse zufolge senkt 10-jährige Einnahme von Aspirin unabhängig vom Ausgangsrisiko das Darmkrebsrisiko rund 35% und die entsprechende Mortalitätsrate um 40%. Bei Speiseröhren- und Magenkrebs war das Erkrankungsrisiko um 30% geringer; die Sterblichkeitsrate nahm um 50% bzw. 35% ab. Geringer war der präventive Effekt bei anderen Krebsarten: Für Lungenkrebs betrug die Mortalitätsreduktion 15%, für Prostatakrebs 15% und für Brustkrebs 5%. Dafür musste im Alter zwischen 50 und 65 Jahren eine tägliche Dosis für mindestens 5, wahrscheinlich besser 10 Jahre eingenommen werden. Ein Effekt auf die Inzidenz war erst nach 3 Jahren, eine Sterblichkeitsreduktion nach 5-jähriger Einnahme erkennbar. ...

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Literatur
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