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02.10.2020 | Sepsis | Originalien | Ausgabe 8/2021 Open Access

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 8/2021

Optimierung der mikrobiellen Diagnostik durch Einführung einer Standard Operating Procedure „Blutkulturen“ in der zentralen Notaufnahme

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 8/2021
Autoren:
H. M. Orth, S. Al Agha, M. Kempe, C. Mackenzie, M. Michael, MHBA PD Dr. M. Bernhard, B. -E. O. Jensen
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Buerke

Zusammenfassung

Einleitung

Zentrale Notaufnahmen stellen die Eintrittspforte für viele stationär aufzunehmende Patienten in einem Krankenhaus dar und sind häufig der Ausgangspunkt für die antiinfektive Diagnostik und Therapie von Notfallpatienten. In dieser retrospektiven Untersuchung soll der Frage nachgegangen werden, wie die Etablierung einer Standard Operating Procedure (SOP) „Blutkulturen“ und deren Schulung die mikrobielle Diagnostik in einer zentralen Notaufnahme verbessern kann.

Methodik

In einer Vorher-und-nachher-Untersuchung wurde über einen jeweils 3‑monatigen Zeitraum (11/2017 bis 01/2018 und 11/2018 bis 01/2019) die Anzahl der abgenommenen Blutkulturen, die Rate an Blutkulturen/1000 Fälle, die Anzahl positiver Blutkulturen und die Häufigkeit typischer Hautkeime analysiert. Im Zeitraum zwischen den evaluierten Zeitabschnitten wurde eine SOP „Blutkulturen“ in Zusammenarbeit mit dem Antibiotic-Stewardship(ABS)-Teams und der zentrale Notaufnahme entwickelt, implementiert und geschult. Ein positives Votum der Ethikkommission der Heinrich-Heine-Universität (2019-392-RetroDEuA) lag vor.

Ergebnisse

Die pflegerischen und ärztlichen Mitarbeiter wurden zu 92 % bzw. 93 % geschult. Die Anzahl der abgenommenen Blutkulturen stieg von 1757 auf 2872 um 64 % ebenso wie die Anzahl der Blutkulturen/1000 Fälle von 287 auf 481 (68 %). Die Anzahl der positiven Blutkulturen reduzierte sich von 18,6 auf 13,7 % (p < 0,05). Typische Hautkeime fanden sich in 34,4 % und 26,4 % der Fälle (p < 0,05).

Interpretation

Die durch Schulungen begleitete Einführung einer SOP „Blutkulturen“ in der zentralen Notaufnahme kann einen relevanten Beitrag zur antimikrobiellen Diagnostik leisten und sowohl die Quantität als auch die Qualität erhöhen.

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