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01.12.2015 | Sexualität | Leitthema | Ausgabe 12/2015

Der Urologe 12/2015

Sexualität im Alter

Die Rolle des Arztes bei der Erhaltung sexueller Gesundheit älterer Männer

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 12/2015
Autoren:
D. Chakkalakal, L. Weißbach

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Sexualität älterer Menschen ist noch immer gesellschaftliches Tabu. Da sexuelle Gesundheit als Teil von Lebensqualität gilt, ist eine Beschäftigung mit dem Thema in Arztpraxen notwendig.

Fragestellung

Barrieren und diskursive Einflüsse im ärztlichen Verhalten im Umgang mit der Sexualität Älterer werden identifiziert.

Material und Methode

Die Arbeit diskutiert interdisziplinäre Literatur und gesellschaftliche Diskurse und stellt Expertenempfehlungen zusammen.

Ergebnisse

Zwar kam es durch die Einführung von PDE- (Phosphodiesterase-)5-Hemmern zu einer Enttabuisierung von erektiler Dysfunktion, doch wurde die Sexualität älterer Männer oftmals auf physiologische Aspekte reduziert. Ältere klagen derweil noch immer über zu wenig Gespräche über Sexualität in den Arztpraxen. Probleme sind dabei zum einen Schamgrenzen, zum anderen eine Geringschätzung von Sexualität beim älteren Patienten.

Schlussfolgerung

Durch demografische Veränderungen, sowie Veränderungen im Selbstbild älterer Menschen wird das Thema auch im ärztlichen Handeln mehr Raum einnehmen müssen. Die gesellschaftliche Rolle des Arztes ermöglicht ein direktes Sprechen über Sexualität. Eine Anamnese der Sexualgeschichte und ein offensiver Umgang mit dem Thema Sexualität im Alter erwies sich als praktikabel, bei der Diskussion sexueller Problematiken mit Älteren.

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