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11.01.2017 | Originalien | Ausgabe 5/2017

Der Urologe 5/2017

Sexualmedizin im ärztlichen Alltag

Bundesweite Umfrage unter Ärzten in der Urologie

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 5/2017
Autoren:
I. Schloegl, F.-M. Koehn, K. M. Beier, H. A. G. Bosinski, A. Dinkel, J. E. Gschwend, MD, MBA K. Herkommer

Zusammenfassung

Hintergrund

Sexuelle Probleme bei Männern sind weit verbreitet. Patienten wenden sich hiermit an Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen.

Ziel der Arbeit

Ziel der Studie war es, eine Bestandsaufnahme der sexualmedizinischen Tätigkeit im ärztlichen Alltag zu erheben sowie den Fortbildungsbedarf von deutschen Urologen unter Berücksichtigung geschlechtsbezogener Unterschiede zu evaluieren.

Material und Methoden

Der 5‑seitige Fragebogen beinhaltet Fragen zur sexualmedizinischen Tätigkeit im Alltag. Hierbei wurde v. a. auf den Umgang mit dem Thema Sexualität sowie Fortbildungswünsche in diesem Bereich eingegangen. Der Fragebogen wurde an 5955 deutsche Urologen/Andrologen postalisch versendet. Die Fragen wurden aus der Literatur abgeleitet und es wurde eine Pretest zur Verständlichkeit des Fragebogens durchgeführt. Geschlechtsbezogene Unterschiede wurden mittels χ2-Test untersucht, wobei die sechs Antwortmöglichkeiten dichotomisiert wurden. Das Signifikanzniveau lag bei 0,05.

Ergebnisse

Die Rücklaufquote betrug 16,0 %, was 955 Fragebögen entspricht. 50 Fragebögen von Nicht-Urologen wurden ausgeschlossen, 905 Fragebögen wurden ausgewertet. Das Durchschnittsalter lag bei 47,7 ± 10,4 Jahre, 78,9 % waren männlich, 97,0 % studierten in Deutschland, 86,7 % waren Fachärzte und über die Zusatzbezeichnung Andrologie verfügten 37,7 %.

Schlussfolgerung

Es zeigte sich ein hoher Fortbildungsbedarf in allen drei Bereichen der Sexualmedizin, wobei Ärztinnen mehr Bedarf aufwiesen als Ärzte. Dies unterstützt die Forderung nach einer Zusatzweiterbildung im Bereich Sexualmedizin.

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