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26.11.2020 | Sexuell übertragbare Erkrankungen | CME | Ausgabe 1/2021

Der Gynäkologe 1/2021

Infektionen von Uterus und Adnexe

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 1/2021
Autoren:
Dr. Anna Westermann, Prof. Dr. Ibrahim Alkatout, Prof. Dr. Nicolai Maass, Dr. Damaris Freytag
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Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

T. Dimpfl, Kassel
W. Janni, Ulm
R. Kreienberg, Mainz
N. Maass, Kiel
N. Ochsenbein-Kölble, Zürich
O. Ortmann, Regensburg
B. Sonntag, Hamburg
K. Vetter, Berlin
R. Zimmermann, Zürich

Zusammenfassung

Infektionen von Uterus und Adnexe mit einer möglichen Beteiligung der Abdominalhöhle werden im englischsprachigen Raum unter dem Begriff „pelvic inflammatory disease“ (PID) zusammengefasst. Ursächlich für diesen Erkrankungskomplex sind vor allem aszendierende Infektionen ausgehend von Vagina und Zervix. Die Keime einer solchen Infektion sind mit den Erregern der sexuell übertragbaren Erkrankungen assoziiert und hauptsächlich Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoeae. Zunehmend gewinnt auch Mycoplasma genitalium an Bedeutung. Die Leitsymptome sind Unterbauchschmerzen, Fieber und Blutungsstörungen. Bei der gynäkologischen Untersuchung zeigen sich klassischerweise ein Portioschiebeschmerz sowie ein Fluor cervicalis. Komplikationen stellen Tuboovarialabszess und Perihepatitis (Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom) dar. Chronische Unterbauchschmerzen, Infertilität und ein erhöhtes Risiko für ektope Schwangerschaften können Folgen einer unzureichend behandelten oder unbehandelten Infektion sein. Die Behandlung von Zervizitis und PID erfolgt konservativ mittels einer geeigneten antibiotischen Therapie. In einigen Fällen kann eine operative Therapie notwendig werden. Die typischen Infektionen des oberen Genitaltraktes im Wochenbett stellen Endomyometritis puerperalis und Puerperalsepsis sowie die im Rahmen dieser entzündlichen Geschehen vorkommende Ovarialvenenthrombose dar.

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