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30.04.2019 | Sexuell übertragbare Erkrankungen | Übersicht | Ausgabe 4/2019

Prävention und Gesundheitsförderung 4/2019

Gesundheit und Prostitution in Deutschland: Anforderungen an die Präventionsarbeit auf Basis eines systematischen Reviews

Zeitschrift:
Prävention und Gesundheitsförderung > Ausgabe 4/2019
Autoren:
Hannah Eger, Florian Fischer

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Gesundheit von Sexarbeiter*innen in Deutschland steht in unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer Berufsausübung. Aus den prekären Lebensbedingungen resultiert allgemein ein schlechterer Gesundheitszustand unter den Prostituierten gegenüber der Allgemeinbevölkerung.

Ziel der Arbeit

Fokus dieser Ausarbeitung ist die Darstellung der aktuellen Forschungslage zur gesundheitlichen Situation von Prostituierten in Deutschland. Ferner soll ermittelt werden, welche Faktoren ursächlich für die Herausforderungen bei der gesundheitlichen Versorgung sind und welche Zielgruppen eine erhöhte Vulnerabilität aufweisen.

Material und Methoden

Mithilfe eines systematischen Reviews wurden 13 relevante Studien ermittelt, die gesundheitsbezogene Aspekte von Sexarbeiter*innen in Deutschland thematisieren. Die Recherche wurde im Februar 2018 in PubMed durchgeführt und schließt alle Studien ein, die seit 2002 publiziert wurden.

Ergebnisse

Der Gesundheitszustand von Sexarbeiter*innen weicht insgesamt negativ von dem der Allgemeinbevölkerung ab, jedoch ist diese Aussage nicht für alle gesundheitsbezogenen Aspekte generalisierbar. Bisherige Studien untersuchten insbesondere die Prävalenzen von sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Als vulnerable Gruppen wurden Sexarbeiter*innen mit Migrationshintergrund sowie männliche Sexarbeiter identifiziert, welche über einen eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung verfügen.

Diskussion

Die Ergebnisse zeigen einen besonderen Bedarf für Prävention in der Gruppe der Prostituierten auf. Dieser resultiert aus dem allgemein schlechteren Gesundheitszustand von Sexarbeiter*innen, den mit der Tätigkeit in der Prostitution verbundenen Herausforderungen sowie rechtlichen Aspekten. Während bisher hauptsächlich das Vorkommen von STI untersucht wurde, sollten auch Gewalterfahrungen sowie damit einhergehende gesundheitliche Beeinträchtigungen zukünftig stärker adressiert werden.

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