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Sexuelle Funktionsstörungen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Sexuelle Funktionsstörungen betreffen einen relevanten Teil der Allgemeinbevölkerung und werden doch von Patient:innen selten aktiv angesprochen. Sie sind durch Beeinträchtigungen in den Phasen sexuellen Verlangens, der Erregung, des Orgasmus oder durch genitopelvine Schmerzen gekennzeichnet und gehen mit klinisch bedeutsamem Leidensdruck einher. Diese Übersichtsarbeit beschreibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Klassifikation sexueller Funktionsstörungen nach ICD-10 und ICD-11. Neben biologischen Risikofaktoren werden psychosoziale und kognitive Faktoren dargestellt, etwa leistungsbezogene Ängste oder dysfunktionale sexuelle Skripte. Relevante Störungsmodelle sexueller Funktionsstörungen werden im Kontext miteinander verflochtener biologischer, psychischer und partnerschaftliche Bedingungen präsentiert. Zudem werden psychotherapeutische Verfahren erläutert, darunter das PLISSIT-Modell („Permission giving, Limited Information, Specific Suggestions, Intensive Therapy“), störungsspezifische Interventionen (z. B. Sensate Focus, Stopp-Start-Technik) sowie sexualtherapeutische Konzepte zur Stärkung von Intimität und Kommunikation. Abschließend werden Implikationen für die psychotherapeutische Praxis aufgezeigt.
Titel
Sexuelle Funktionsstörungen
Verfasst von
Dr. med. Till Amelung
Publikationsdatum
04.12.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Psychotherapie / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 2731-7161
Elektronische ISSN: 2731-717X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00278-025-00817-x
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