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96. Sexualstörungen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Sexuelle Störungen weisen eine hohe Prävalenz auf und sind mit erheblichem intra- und interpersonellem Leidensdruck verbunden. Die sexuellen Funktionsstörungen, zu denen die Störungen der Lust, der Erregung, des Orgasmuserlebens sowie sexuelle Schmerzstörungen zählen, sind die im klinischen Alltag bedeutsamste Gruppe der Sexualstörungen. Die therapeutischen Interventionen zielen darauf ab, den Teufelskreis aus Versagensängsten, Leistungsdruck und Vermeidungsverhalten aufzulösen, destruktive dyadische Interaktionszyklen zu modifizieren und durch strukturierte Erfahrungsübungen wie den Sensualitätsfokus korrigierende emotionale Erlebnisse zu induzieren. Sexuelle Störungen sind in der ambulanten Psychotherapie unterdiagnostiziert und unterbehandelt und sollten in Ausbildung und Praxis stärker fokussiert werden.
Autor dieses Beitrags in früheren Auflagen: Stephan Hoyndorf
Titel
Sexualstörungen
Verfasst von
Uwe Hartmann
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62298-8_96
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Bildnachweise
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