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Die Gynäkologie

Trauma und sexuelle Gesundheit

Erkennen, begleiten und behandeln in der gynäkologischen Praxis

Erschienen in:

Zusammenfassung

Traumatische Erfahrungen im Lebensverlauf sind für viele Frauen eine einschneidende und prägende Erfahrung. Oft können sie die körperliche, psychische und sexuelle Gesundheit dauerhaft beeinflussen. Anhaltende genitopelvine und auch andere funktionelle Körperbeschwerden können darauf hinweisen, dass neben körperlichen auch psychische oder psychosoziale Ursachen von Bedeutung sind .Sexuelle Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil des allgemeinen Wohlbefindens und der sexuellen Selbstbestimmung. Im ärztlichen Alltag wird zu selten gefragt nach Einschränkungen. Betroffene Frauen sprechen die Themen alleine zumeist nicht an. Das Gefühl der eigenen Schuld, der Scham und des Versagens lässt Frauen schweigen. Eine traumasensible, ressourcenorientierte und sexualmedizinisch informierte Anamnese ermöglicht es, Zusammenhänge zwischen Beschwerden und traumatischen Vorerfahrungen zu erkennen und angemessen zu reagieren. Wertschätzung und Einordnen der Symptome als normale Reaktion auf die Belastung sind wichtige therapeutische Mittel, die auch in den eng getakteten Terminen eines Praxisalltags oftmals gelingen können. Die frauenärztliche Versorgung kann auch zur Prävention beitragen, indem sie über sexualisierte Gewalt aufklärt, Informationsmaterial bereitstellt und betroffene Patientinnen niedrigschwellig an spezialisierte Hilfs- und Unterstützungsangebote weitervermittelt. Notwendig ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz mit enger Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen. Die Belastung zu würdigen und Möglichkeiten der Behandlung aufzuzeigen, kann ein erster Schritt zur Linderung sein.
Titel
Trauma und sexuelle Gesundheit
Erkennen, begleiten und behandeln in der gynäkologischen Praxis
Verfasst von
Dr. Andrea Hocke
Publikationsdatum
12.03.2026
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