Trauma und sexuelle Gesundheit
Erkennen, begleiten und behandeln in der gynäkologischen Praxis
- 12.03.2026
- Sexuelle Schmerzstörungen
- Frauengesundheit in der Praxis
- Verfasst von
- Dr. Andrea Hocke
- Erschienen in
- Die Gynäkologie | Ausgabe 4/2026
Zusammenfassung
Traumatische Erfahrungen im Lebensverlauf sind für viele Frauen eine einschneidende und prägende Erfahrung. Oft können sie die körperliche, psychische und sexuelle Gesundheit dauerhaft beeinflussen. Anhaltende genitopelvine und auch andere funktionelle Körperbeschwerden können darauf hinweisen, dass neben körperlichen auch psychische oder psychosoziale Ursachen von Bedeutung sind .Sexuelle Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil des allgemeinen Wohlbefindens und der sexuellen Selbstbestimmung. Im ärztlichen Alltag wird zu selten gefragt nach Einschränkungen. Betroffene Frauen sprechen die Themen alleine zumeist nicht an. Das Gefühl der eigenen Schuld, der Scham und des Versagens lässt Frauen schweigen. Eine traumasensible, ressourcenorientierte und sexualmedizinisch informierte Anamnese ermöglicht es, Zusammenhänge zwischen Beschwerden und traumatischen Vorerfahrungen zu erkennen und angemessen zu reagieren. Wertschätzung und Einordnen der Symptome als normale Reaktion auf die Belastung sind wichtige therapeutische Mittel, die auch in den eng getakteten Terminen eines Praxisalltags oftmals gelingen können. Die frauenärztliche Versorgung kann auch zur Prävention beitragen, indem sie über sexualisierte Gewalt aufklärt, Informationsmaterial bereitstellt und betroffene Patientinnen niedrigschwellig an spezialisierte Hilfs- und Unterstützungsangebote weitervermittelt. Notwendig ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz mit enger Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen. Die Belastung zu würdigen und Möglichkeiten der Behandlung aufzuzeigen, kann ein erster Schritt zur Linderung sein.
- Titel
-
Trauma und sexuelle Gesundheit
Erkennen, begleiten und behandeln in der gynäkologischen Praxis - Verfasst von
-
Dr. Andrea Hocke
- Publikationsdatum
- 12.03.2026
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Sexuelle Schmerzstörungen
Somatisierungsstörung
Häusliche Gewalt
Dysfunktion verminderten sexuellen Verlangens
Sexuelle Schmerzstörungen
Sexuelle Schmerzstörungen
Sexuelle Dysfunktion
Dysfunktion Sexueller Erregung
Dysfunktion verminderten sexuellen Verlangens
Dysfunktion Sexueller Erregung
Posttraumatische Belastungsstörung
Posttraumatische Belastungsstörung
Dissoziative Störungen
Dissoziative Störungen - Erschienen in
-
Die Gynäkologie / Ausgabe 4/2026
Print ISSN: 2731-7102
Elektronische ISSN: 2731-7110 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00129-026-05481-z
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