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27.09.2016 | Originalien | Ausgabe 11/2016

Der Anaesthesist 11/2016

Simulationsbasiertes Training und Lehre im OP für Studierende

Eine prospektive randomisierte, einfach verblindete Studie klinischer Fertigkeiten

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 11/2016
Autoren:
Dr. T. Ott, I. Schmidtmann, T. Limbach, P. F. Gottschling, H. Buggenhagen, S. Kurz, G. Pestel
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (doi:10.​1007/​s00101-016-0221-0) enthält zusätzliche Tabellen. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​der-anaesthesist zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.
Anmerkung In diesem Manuskript wird aus Gründen des Leseflusses für die Begriffe Anästhesist/Anästhesistin, Arzt/Ärztin, Studierender/Studierende und Studienassistent/Studienassistentin o. ä. stets die männliche Form gewählt, hierbei ist jedoch auch die weibliche Form gemeint.
Diese Untersuchung enthält Daten der Doktorarbeit von Tobias Gehrig.

Zusammenfassung

Hintergrund

Simulationsbasiertes Training ist zu einem bedeutsamen Lehrwerkzeug in der medizinischen Lehre geworden. Jedoch existiert eine Kontroverse zur Wertigkeit von studentischer simulationsbasierter Lehre in Bezug auf die Transferierbarkeit des Erlernten in die klinische Praxis.

Ziel der Arbeit

Die vorliegende Studie beabsichtigte, den Einfluss von simulationsbasiertem Training auf Studierende im Rahmen curricularer Pflichtpraktika in Operationssälen zu untersuchen.

Material und Methoden

Ein 3. klinisches Semester wurde zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Gruppe SIM-OP wurde vor, die Gruppe OP-SIM wurde nach dem OP-Praktikum durch simulationsbasiertes Training in anästhesiologischen Basisfertigkeiten geschult. Mit einer Likert-Skala wurden fünf Fertigkeiten zu definierten Messzeitpunkten erhoben und daraus ein Summenscore bestimmt, wobei fünf Punkte die bestmögliche Bewertung und 25 Punkte die schlechteste Bewertung darstellten. Primäre Endpunkte waren die Punktzahl am ersten Tag des OP-Praktikums sowie die Änderung der Punktzahl vom ersten auf den vierten Tag innerhalb des OP-Praktikums. Die Hypothese war, dass die Gruppe SIM-OP eine bessere Punktzahl am Ende des ersten Tages des OP-Praktikums und einen größeren Zuwachs an Punktzahlen vom ersten auf den vierten Tag des OP-Praktikums erreicht als die Gruppe OP-SIM.

Ergebnisse

Es wurden 143 Studierende in die Studie eingeschlossen. Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen, weder am ersten Tag des OP-Praktikums noch in der Änderung der Punktzahl vom ersten auf den vierten Tag des OP-Praktikums.

Diskussion

Diese Studie konnte mit der angewandten Methodik nicht nachweisen, dass die Fertigkeiten in einem realen medizinischen Umfeld durch ein simulationsbasiertes Training gesteigert werden können. Sekundär gab es Hinweise darauf, dass am Ende des gesamten anästhesiologischen OP-Praktikums die Gruppe bessere Fertigkeiten zeigte, die vor dem OP-Praktikum durch simulationsbasiertes Training geschult wurde.

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