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Somatoforme Syndrome in der Hausarztpraxis

Manual zur interdisziplinären Gruppentherapie

  • 01.07.2011
  • Originalien
Erschienen in:

Zusammenfassung

Patienten mit somatoformen Syndromen sind für Psychotherapie schwer erreichbar. Die spezifische allgemeinmedizinisch-psychosomatische Kurzgruppenintervention (speziALL) ist die erste Gruppenbehandlung somatoformer Syndrome in der Hausarztpraxis und wird gemeinsam durch Hausarzt und Psychosomatiker geleitet. Zehn wöchentliche Sitzungen und 2 Nachtreffen gliedern sich nach definierten Therapiephasen. Die Behandlungsrationale betont psychodynamisch-interpersonelle, v. a. strukturbezogene Aspekte und verbindet diese störungsorientiert mit kognitiv-behavioralen Elementen, Ressourcenaktivierung und Entspannungstraining (progressive Muskelrelaxation, PMR). Interaktive statt frontaler Psychoedukation ist ein leitendes Prinzip. Zentral ist der interaktive Gruppenprozess, in dem die relevanten Einflussfaktoren entlang eines Beschwerdetagebuchs fokussiert und gemeinsam exploriert werden. Sie werden in ein leibnah erfahrbares Modell biopsychosozialer Wechselwirkungen zusammengeführt. Als neurobiologisches Korrelat werden sie in ein Modell der gestörten zentralnervösen Prozessierung körperbezogener Reize integriert. Das vertiefte Symptomverständnis verbessert Symptomkontrolle, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit.
Titel
Somatoforme Syndrome in der Hausarztpraxis
Manual zur interdisziplinären Gruppentherapie
Verfasst von
Dr. Rainer Schaefert
Claudia Kaufmann
Regine Bölter
Rainer Faber
Beate Wild
Joachim Szecsenyi
Nina Sauer
Wolfgang Herzog
Publikationsdatum
01.07.2011
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Psychotherapie / Ausgabe 4/2011
Print ISSN: 2731-7161
Elektronische ISSN: 2731-717X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00278-011-0839-y
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Bildnachweise
Erschöpfter Mann am Arbeitsplatz/© filadendron / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Erschöpfter Mann im LKW/© Africa Studio / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)