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14.06.2016 | Originalien | Ausgabe 4/2017

Monatsschrift Kinderheilkunde 4/2017

Sonographische Beurteilung kindlicher Hämangiome unter Farbstofflasertherapie

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 4/2017
Autoren:
Dr. E. Juchems, S. Grabbe, R. E. Schopf, A. Tuettenberg
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Koletzko, München
T. Lücke, Bochum
E. Mayatepek, Düsseldorf
N. Wagner, Aachen
S. Wirth, Wuppertal
F. Zepp, Mainz

Zusammenfassung

Hintergrund

Solitäre Hämangiome im Kindesalter können bei ungünstiger Lokalisation oder rascher Wachstumstendenz ein Problem darstellen, auch wenn es sich per se um eine gutartige Gefäßproliferation handelt. Da es im Einzelfall nicht vorhersehbar ist, ob sich ein Hämangiom spontan zurückbildet oder aber zu einer großflächigeren, meist auch hinsichtlich der Tiefenausdehnung progredienten Läsion weiterentwickelt, ist jedes kindliche Hämangiom individuell zu betrachten. In diesem Zusammenhang kann es von großer Bedeutung sein, diagnostische Methoden zu entwickeln, die eine Differenzierung der Hämangiome in Korrelation mit dem klinischen Befund und der Lokalisation der Läsion erlauben, und dass damit verbunden die individuell richtige Behandlungsstrategie festgelegt wird.
Bei der Behandlung solitärer kleinerer planer bis planotuberöser Hämangiome sollte eine nebenwirkungsarme und effektive Lokaltherapie der systemischen Therapie mit ß‑Blockern (Propranolol) vorgezogen werden. Neben der Kryokontakttherapie ist vor allem die Therapie mit dem gepulsten Farbstofflaser (595 nm) hierbei auch heute noch Mittel der Wahl.

Ziel der Arbeit

Ziel vorliegender Arbeit war es, in mehreren Einzelfällen den klinischen Befund mit einer sonographischen Untersuchung und Befunderhebung zu korrelieren.

Patienten und Methodik

Es wurden im Rahmen der Sprechstunde für Lasertherapie Kinder mit jeweils einem planen/planotuberösen Hämangiom an unterschiedlichen Lokalisationen ausgewählt. Alle ausgewählten Hämangiome zeigten eine sehr rasche Wachstumstendenz und/oder befanden sich an ungünstiger Lokalisation und wurden daher als behandlungsbedürftig eingestuft. Als Indikator für die rasche Größenzunahme wurde bei allen Hämangiomen vor Beginn oder während der Lasertherapie eine sonographische Befunderhebung durchgeführt (MyLab 70 von Esaote, 18 MHz) und anschließend mehrmalig mit dem gepulsten Farbstofflaser (PDL, V‑Beam, Perfecta, Candela, 585 nm) behandelt. Drei der ausgewählten Hämangiome sprachen nur mäßig auf die mehrmalige Lasertherapie an, daher wurde der klinische Befund hier wiederholt durch eine sonographische Untersuchung in Beziehung gesetzt und dadurch das weitere Prozedere festgelegt. Bei einem Kind befand sich das Hämangiom sehr nah an der noch offenen vorderen Fontanelle, sodass wir hier die Durchführung einer Therapie mit dem Farbstofflaser nicht empfehlen konnten.

Ergebnisse

Bei Fallbeispielen ließen sich der klinische Aspekt und sonographische Befund in Bezug auf das Ansprechen/Nichtansprechen der Hämangiome auf die Therapie mit dem gepulsten Farbstofflaser sehr gut korrelieren.

Diskussion

Der Erfolg der Lasertherapie problematischer kindlicher Hämangiome kann mittels Ultraschalluntersuchung vor Beginn der Behandlung besser eingeschätzt bzw. während der Behandlungszeit intermittierend als prognostischer Indikator des Behandlungserfolgs der Lasertherapie gewertet werden. Dabei korreliert eine frühzeitige Behandlung der Hämangiome mit dem gepulsten Farbstofflaser, d. h. im Initialstadium, besonders bei ungünstiger Lokalisation, mit dem Behandlungserfolg.

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