Menschen mit einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung haben eine gemeinsame Lebensphilosophie, die ihnen erlaubt, einigermaßen erfolgreich mit der Welt umzugehen. Im Gegensatz dazu sind Zwangskranke permanent von Gedanken und Gefühlen geplagt, die oft zu einem schroffen Gegensatz zu dem stehen, was eine vernünftige Lebensführung von ihnen erfordert. Gleichzeitig gibt ihre Zwangsstörung Ihnen für andere oft nicht nachvollziehbare Mittel an die Hand, durch die sie kurzfristig eine Art Pseudosicherheit in ihrem Leben erlangen können. Bei der Beschreibung der zwanghaften Persönlichkeit haben wir Menschen kennengelernt, denen eine gewisse Lebensphilosophie gemeinsam ist. Diese Philosophie ist keineswegs von vornherein als unsinnig oder ungesund zu bezeichnen. Nur in ihren Auswüchsen kann die Grenze zum Krankhaften überschritten werden. Wir sprechen dann von einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung.