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01.02.2009 | Leitthema | Ausgabe 2/2009

Der Gynäkologe 2/2009

Soziales Risiko – geburtshilfliches Risiko?

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 2/2009
Autoren:
Dr. M. Goeckenjan, B. Ramsauer, M. Hänel, R. Unkels, K. Vetter

Zusammenfassung

Laut Armutsbericht der Bundesrepublik Deutschland nehmen Kinder- und Familienarmut kontinuierlich zu. Viele der einzelnen Indikatoren für soziale Benachteiligung haben einen negativen Einfluss auf den Verlauf von Schwangerschaft, Geburt und postpartaler Phase. Daher muss auch in Deutschland mit relevanten gesundheitlichen Problemen für Frauen und Kinder durch soziale Benachteiligung gerechnet werden. Eindeutig belegt ist die Bedeutung sozialer Faktoren insbesondere für die Rate von Frühgeburt und intrauteriner Wachstumsretardierung sowie für die Entstehung einer postpartalen Depression. Für die Praxis ist bedeutsam zu erkennen, dass soziale Faktoren ein relevantes Risiko in der Geburtshilfe in Deutschland darstellen. Bei der Betreuung von Schwangeren sollten eine Abschätzung sozialer Problematiken, potentielle Interventionen, aber auch präventive Maßnahmen verstärkt berücksichtigt werden.

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