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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Chirurg 9/2009

Spezielle Gesichtspunkte postoperativer Komplikationen in der Viszeralchirurgie

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 9/2009
Autor:
Prof. Dr. H. Bartels

Zusammenfassung

Nach großen viszeralchirurgischen Eingriffen ist mit postoperativen Komplikationen in 10% der Fälle zu rechnen. Davon sind >80% „chirurgische“ Komplikationen, >70% septische Komplikationen und >60% Folgen einer Anastomoseninsuffizienz, die weiterhin die häufigste Ursache für die postoperative Mortalität ist. Der Schlüssel für ein erfolgreiches Management liegt in der frühzeitigen Diagnostik bei ersten Anzeichen einer Störung im postoperativen Verlauf. Primäre Behandlungsziele sind grundsätzlich die suffiziente Drainage der Leckage nach außen und die Verhinderung einer weiteren Kontamination durch Ableitung des Gastrointestinalinhalts aus dem Bereich der Insuffizienz. In Abhängigkeit von der klinischen Klassifikation und der Lokalisation der Insuffizienz im Gastrointestinaltrakt ist das Spektrum der Therapieoptionen aber durchaus unterschiedlich. Bei der chirurgischen Peritonitisbehandlung sind die frühzeitige Diagnostik einer persistierenden Sepsis und neu aufgetretener intraabdomineller Komplikationen sowie die effektive antibiotische Initialtherapie prognosebestimmend.

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