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05.07.2018 | Übersicht

Spielerische Förderung körperlicher Aktivität von Älteren

Theorie und Empirie

Zeitschrift:
Prävention und Gesundheitsförderung
Autor:
Prof. Dr. rer. medic. Josef Wiemeyer

Zusammenfassung

Hintergrund

Aufgrund des demografischen Wandels in Verbindung mit der zunehmenden Verbreitung inaktiver Lebensweisen nehmen Bedeutung und Notwendigkeit regelmäßiger körperlicher Aktivität in allen Altersgruppen der Gesellschaft zu. Trotz zahlreicher Benefits existieren bei Älteren eine Fülle von Hinderungsgründen und Barrieren, z. B. Ängste und Motivationsprobleme. „Serious games“ und insbesondere „exergames“ werden aufgrund ihres Motivationspotenzials und ihrer spezifischen Beanspruchungen zunehmend beim körperlichen Training Älterer eingesetzt.

Ziel

Im vorliegenden Beitrag soll das spielbasierte Training mit Älteren sowohl theoretisch (Wirkmechanismen, Design) als auch empirisch (kurz- und langfristige Effekte auf die psychischen und physischen Kompetenzen) analysiert werden.

Material und Methoden

Die einschlägigen Publikationen – unter besonderer Berücksichtigung von Überblicksarbeiten und Metaanalysen – wurden in sechs Datenbanken (PubMed, SportDiscus, SURF, Web of Science, Scopus und PsyInfo) recherchiert und ausgewertet. Insgesamt konnten 10 relevante Überblickarbeiten sowie weitere Einzelstudien lokalisiert werden.

Ergebnisse und Diskussion

Die Analysen zeigen zwei theoretische Argumentationslinien bzgl. der Wirkungsmechanismen von „serious games“ bzw. „exergames“. Empirische Studien liegen v. a. für das Gleichgewichtstraining, die Gang- und Mobilitätsschulung und die Verbesserung kognitiver Funktionen vor. Es zeigen sich überwiegend positive Effekte von mittlerer oder großer praktischer Bedeutung, aber auch zahlreiche methodische Defizite. Die gefundenen Dosis-Wirkungs-Beziehungen zeigen eine große Variationsbreite und scheinen funktionsspezifisch zu sein. Abschließend werden Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet.

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