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Editorial

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Auszug

Anders als bei den meisten Therapien gegen chronische unspezifische Lumbalgie, die auf eine Symptomlinderung abzielen, werden durch die kognitive Funktionstherapie (CFT) die den Schmerzen zugrunde liegenden Umstände individuell adressiert. Ziel ist es, schädliche Vorstellungen über den Schmerz, schmerzbezogene Ängste und daraus resultierende Vermeidungsstrategien sowie einen ungünstigen Lebensstil zu korrigieren. In der Phase-3-Studie RESTORE hatten die mit CFT behandelten Patienten und Patientinnen nach einem Jahr weniger Aktivitätseinschränkungen und Schmerzen als die Vergleichsgruppe mit den üblichen Therapien. Eine neue Auswertung der Studie zeigt nun, dass die Behandlungserfolge selbst nach drei Jahren noch Bestand haben: Von den 492 Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Ein-Jahres-Studie hatten 312 nach dem Ablauf von drei Jahren erneut Fragebogen zu Behinderung und Schmerzen beantwortet. Die Beeinträchtigungen waren sowohl mit CFT allein als auch mit CFT plus Biofeedback statistisch und klinisch signifikant niedriger als mit einer Standardtherapie. Die beiden CFT-Gruppen gaben außerdem eine statistisch signifikant niedrigere Schmerzintensität an. Für die Studiengruppe um Mark Hancock von der Macquarie University in Sydney hat die Therapie das Potenzial „die Krankheitslast durch chronische Rückenschmerzen deutlich zu senken.“
Die kognitive Funktionstherapie hilft dabei, die Krankheitslast deutlich zu senken.
© Photographee.eu / Stock.adobe.com (Symbolbild)
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Titel
Editorial
Verfasst von
Redaktion Facharztmagazine
Publikationsdatum
13.10.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
CME / Ausgabe 10/2025
Print ISSN: 1614-371X
Elektronische ISSN: 1614-3744
DOI
https://doi.org/10.1007/s11298-025-4385-2

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