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24.10.2016 | Originalien | Ausgabe 10/2017

Monatsschrift Kinderheilkunde 10/2017

ARFI-Elastographie der Leberbeteiligung bei Zystischer Fibrose

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 10/2017
Autoren:
J. Fiege, J. G. Mainz, H. Tabori, D. M. Renz, M. Stenzel, H.-J. Mentzel

Zusammenfassung

Hintergrund

Zur Diagnostik einer „Cystic Fibrosis Related Liver Disease“ (CFLD) gibt es keinen Goldstandard. Das Acoustic-Radiation-Force-Impulse(ARFI)-Imaging ist eine quantitative Methode zur nichtinvasiven Beurteilung der Lebersteifigkeit.

Ziel der Arbeit

Für die ARFI sollten zur Beurteilung einer CFLD Grenzwerte der Scherwellengeschwindigkeit etabliert werden. Die Entwicklung der ARFI-Werte im longitudinalen Verlauf sollte erfasst werden.

Material und Methoden

Bei 86 CF-Patienten erfolgte die ARFI-Messung mit C5-1-MHz-Schallkopf am iU22 (Philips Healthcare) im Lebersegment VII. Die Patienten wurden entsprechend der Laborwerte, der sonographisch ermittelten Leber- und Milzgröße und des Wilson-Scores in 2 Gruppen eingeteilt (CFLD+ n = 29 und CFLD– = 57). Im Längsverlauf wurden 48 CF-Patienten mittels ARFI-Imaging untersucht.

Ergebnisse

Zwischen beiden Gruppen wurde ein signifikanter Unterschied in den ARFI-Werten ermittelt ( p < 0,001). Die mittleren Messwerte lagen ohne CFLD bei c = 1,07 ± 0,12 m/s und mit Leberbeteiligung bei c = 1,46 ± 0,33 m/s. Zur Unterscheidung von Patienten mit bzw. ohne CFLD wurde ein Grenzwert von 1,20 m/s für die Scherwellengeschwindigkeit ermittelt. Männliche Patienten zeigten signifikant höhere Messwerte als weibliche, ebenso Patienten mit anamnestisch angegebenem Mekoniumileus. Kein signifikanter Unterschied bestand bezüglich des Alters und des BMI. Longitudinal (Median 11 Monate) wurden mit Zunahmen der Scherwellengeschwindigkeit um 1,77 % für die CFLD(−)-Gruppe und 6,56 % für die CFLD(+)-Gruppe nur eine geringe Steigerung der ARFI-Werte festgestellt.

Diskussion

Das ARFI-Imaging ist ein valider nichtinvasiver Surrogatparameter zum Nachweis einer Leberbeteiligung im Rahmen einer CF-Erkrankung. Der erhobene Grenzwert von 1,20 m/s für die Scherwellengeschwindigkeit zur Definition einer CFLD ist in größeren Studien auf seine Validität zu überprüfen.

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