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13.06.2017 | Originalien | Ausgabe 5/2017

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 5/2017

Auswirkungen von Führungsverhalten und sozialer Beziehung auf Belastungsfolgen im Rettungsdienst

Vergleich zwischen Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und Hilfsorganisationen

Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie > Ausgabe 5/2017
Autoren:
H. Schumann, M. Nübling, K. Stoltze, I. Böckelmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Psychische Belastungen im Rettungsdienst werden erst seit einigen Jahren intensiv untersucht und diskutiert. Studien zu psychischen Belastungen, die aus dem Wach- und Arbeitsalltag der Organisationen resultieren, sowie zu organisationalen Unterschieden zwischen den Organisationen, der Berufsfeuerwehr und der Hilfsorganisationen im Rettungsdienst liegen nur vereinzelt vor.

Zielsetzung

Das Ziel der Studie ist die Darstellung der Belastungen und Ressourcen aufgrund organisationaler Rahmenbedingungen von Einsatzkräften im Rettungsdienst der Hilfsorganisationen sowie der Berufsfeuerwehr und den daraus resultierenden Belastungsfolgen.

Material und Methoden

Betrachtet werden die COPSOQ-Skalen Soziale Beziehung und Führung sowie die Belastungsfolgen und Beschwerden der beteiligten Einsatzkräfte im Rettungsdienst. Des Weiteren werden Berufsgruppenunterschiede und Zusammenhänge zwischen den Organisationen dargestellt.

Ergebnisse

Aus den COPSOQ-Merkmalen Soziale Beziehung und Führung wird deutlich, dass Einsatzkräfte der Hilfsorganisation ihre Rahmenbedingungen deutlich positiver bewerten als Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr. Hohe Werte zur Führungsqualität sind mit hohen Werten zur Arbeitszufriedenheit und subjektiven Gesundheit assoziiert.

Schlussfolgerung

Die unterschiedlichen organisationalen Rahmenbedingungen verdeutlichen den Handlungsbedarf im Rettungsdienst. Eine Mitarbeiterführung unter systemischer Perspektive führt zu einer konfliktärmeren Arbeit der Rettungsdienstorganisationen und damit zu einer höheren Rollenklarheit, höheren Arbeitszufriedenheit und einem besseren Gesundheitszustand. Hinsichtlich der Führungsqualität wäre ein Paradigmenwechsel wünschenswert, der die organisationalen Rahmenbedingungen in den Fokus stellt.

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