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21.11.2016 | Kasuistiken | Ausgabe 9/2017

Der Ophthalmologe 9/2017

Eintrübung einer hydrophilen Acryl-Intraokularlinse nach DMEK

Eine Materialanalyse

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 9/2017
Autoren:
Dr. C. Milojcic, C. Latz, T. Tandogan, G. U. Auffarth, F. G. Holz, C. Y. Choi, R. Khoramnia
Wichtige Hinweise
Die Ergebnisse wurden als Poster auf dem DOG-Kongress 2015 in Berlin präsentiert.

Zusammenfassung

Fragestellung

Die Kalzifikation hydrophiler Intraokularlinsen (IOL) stellt eine seltene Komplikation dar. Wir berichten über die licht- und rasterelektronenmikroskopisch erhobenen Befunde sowie die Röntgenspektroskopie und Untersuchungen an der optischen Bank bei einer IOL, die aufgrund einer Eintrübung 2 Jahre nach DMEK explantiert wurde.

Methodik

Bei einer pseudophaken Patientin wurde bei Fuchsscher endothelialen Hornhautdystrophie im Oktober 2012 eine DMEK mit 2‑maligem Rebubbling durchgeführt. Aufgrund primären Transplantatversagens erhielt die Patientin im Januar 2013 eine perforierende Keratoplastik. Der postoperative Fernvisus betrug mit eigener Korrektur 0,2, fiel jedoch aufgrund einer zunehmenden Eintrübung der IOL progredient bis auf HBW ab, sodass im November 2014 ein IOL-Wechsel stattfand. Die explantierte IOL wurde zunächst nativ mit einem Olympus BX50-Lichtmikroskop untersucht. Zusätzlich wurde die Abbildungsqualität mittels einer Untersuchung an der optischen Bank bestimmt. Anschließend wurde die explantierte IOL halbiert. Eine Hälfte wurde mit Alizarinrot und von Kossa gefärbt und lichtmikroskopisch untersucht, die andere Hälfte wurde im Rasterelektronenmikroskop analysiert. Die Zusammensetzung der Einlagerungen wurde mittels Röntgenspektroskopie untersucht.

Ergebnisse

Makroskopisch konzentrierten sich die Eintrübungen der IOL nur auf den zentralen Bereich der Optik. In diesem Bereich hatte ein Kontakt zwischen Gasblase und IOL bestanden. Licht- und rasterelektronenmikroskopisch konnten bei der IOL unterhalb der Vorderfläche zahlreiche feine, granuläre, kristallähnliche Ablagerungen, die in einer zu der Oberfläche parallelen Linie angeordnet waren, nachgewiesen werden. Mittels energiedispersiver Röntgenspektroskopie konnte gezeigt werden, dass es sich bei dem eingelagerten Material um Kalziumphosphat handelte. An der Rückfläche ließen sich keine Einlagerungen nachweisen.

Schlussfolgerungen

Die Ursache für die Kalzifikation der hydrophilen IOL ist nicht eindeutig geklärt. Die Injektion von Gas/Luft in die Vorderkammer während einer DMEK scheint jedoch durch Veränderung der Linsenoberfläche oder durch Veränderungen im Bereich der Blut-Kammerwasser-Schranke das Risiko einer IOL-Eintrübung zu erhöhen. Granuläre Ablagerungen unter der IOL-Vorderfläche können eine so starke Visusminderung bedingen, dass ein IOL-Austausch erforderlich ist.

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