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26.04.2017 | Originalien | Ausgabe 8/2017

Der Anaesthesist 8/2017

Rolle der Anästhesiologie in der schmerzmedizinischen und palliativmedizinischen Versorgung in deutschen Krankenhäusern

Befragung von Chefärzten der Anästhesiologie zu Versorgungsstrukturen

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 8/2017
Autoren:
Dr. med. J. Erlenwein, F. Petzke, U. Stamer, W. Meißner, F. Nauck, E. Pogatzki-Zahn, W. Koppert, C. Maier

Zusammenfassung

Hintergrund

Ziel war die Darstellung schmerz- und palliativmedizinischer Strukturen anästhesiologischer Abteilungen in deutschen Krankenhäusern.

Methode

Alle bei der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) erfassten anästhesiologischen Chefärztinnen und Chefärzte wurden anhand eines Fragebogens zu Schmerz- und Palliativmedizin in ihren Kliniken befragt.

Ergebnisse

Von 408 zurückgesendeten Fragebogen (Rücklauf 47 %) waren 403 auswertbar. In 58 % der Krankenhäuser gab es eine ausgewiesene schmerzmedizinische Versorgung, in 36 (9 %) aller Krankenhäuser als eigenständige Abteilung und in 195 (57 %) als Teilbereich einer Abteilung, meist der Anästhesiologie. Die „Schmerzambulanz“ war die häufigste Organisationsform für die Schmerzmedizin (41 %); die tagesklinische Schmerztherapie war bundesweit wenig vertreten (7 %). Es bestanden Defizite hinsichtlich Organisation und Qualifikation in den Einrichtungen (z. B. kein Arzt mit Zusatzbezeichnung spezielle Schmerztherapie oder kein Psychologe in Einrichtungen zur multimodalen Schmerztherapie). Es hatten 16 % der Krankenhäuser eine eigene Abteilung für Palliativmedizin, in 32 % war die Palliativmedizin in eine andere Abteilung integriert, davon in 30 % in die Anästhesiologie. Von den Krankenhäusern hatten 56 % einen palliativmedizinischen Konsiliardienst, 41 % palliativmedizinische Betten, 6 % eine Ambulanz, 4 % eine Tagesklinik, und an 16 % war eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) angegliedert. Innerklinische Dienste und SAPV gab es häufiger, wenn die Anästhesiologie an der Palliativmedizin beteiligt war.

Schlussfolgerung

In Krankenhäusern trägt die Anästhesiologie zu einem erheblichen Teil zu Schmerz- und Palliativversorgung bei. Dennoch fehlt es oft an entsprechenden Versorgungsstrukturen.

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