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20.07.2017 | Standards in der Unfallchirurgie | Ausgabe 3/2017

Trauma und Berufskrankheit 3/2017

Was ist der Standard in der Versorgung der Unterarmschaftfraktur?

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Dr. D. Saul, Prof. Dr. W. Lehmann

Zusammenfassung

Unterarmfrakturen sind häufige knöcherne Verletzungen des Erwachsenen. Die „einfache“ diaphysäre Fraktur von Radius und Ulna ist von Galeazzi‑, Monteggia- und Essex-Lopresti-Verletzungen abzugrenzen. Nach röntgenologischer Diagnostik ist in der Regel eine operative Versorgung notwendig. Der Unterarm bildet ein funktionelles Gelenk, eine Unterarmschaftfraktur ist daher mit besonderer Sorgfalt unter Beachtung von Rotation und Längsachse anatomisch zu rekonstruieren. Über 2 separate Zugänge sollten jeweils 3,5 mm LCDCP („limited-contact dynamic compression plate“) eingebracht werden mit mindestens 3 bikortikalen Schrauben auf jeder Frakturseite, ggf. ergänzt durch interfragmentäre Zugschrauben. Eine frühfunktionelle Mobilisation schließt die Behandlung ab, eine Metallentfernung erfolgt bei störendem Osteosynthesematerial.

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