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Stärkung von Gemeinschaften: Partizipative Forschung zu HIV-Prävention mit Migrant/innen

  • 01.08.2013
  • Schwerpunkt
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Lebensweltliche Gemeinschaften („Communities“) spielen in der Gesundheitsförderung, im Konzept der strukturellen HIV-Prävention und in der Partizipativen Gesundheitsforschung (PGF) eine zentrale Rolle. „Community-Based Participatory Research“ (CBPR) verfolgt das Ziel, durch eine Zusammenarbeit mit Partnern in den Communities, Probleme zu verstehen, Ressourcen zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln, um Gesundheit zu fördern. Die Frage ist, inwiefern die Communities in der praktischen Umsetzung tatsächlich gestärkt aus der Zusammenarbeit hervorgehen.

Ziel

Anhand eines PGF-Projekts im Bereich der HIV-Prävention für und mit Migrant/innen (PaKoMi) wird untersucht, welchen Nutzen die Partner aus der Zusammenarbeit ziehen konnten.

Methoden

Am PaKoMi-Projekt waren der Verband der Aidshilfen (Deutsche AIDS-Hilfe e. V.), Wissenschaftler/innen sowie lokale Einrichtungen (Aidshilfen, Beratungsstellen, Präventionsprojekte, etc.) und Akteure aus afrikanischen, bulgarischen, türkisch- und russisch-sprachigen Communities beteiligt. In vier Fallstudien wurden partizipative Forschungsprojekte geplant und durchgeführt. Ein Fokus der vorliegenden Analyse liegt auf dem Nutzen der Zusammenarbeit für die beteiligten Communities und das Handlungsfeld der HIV-Prävention.

Ergebnisse

Es wurden individuelle Kompetenzentwicklungsprozesse erzielt sowie eine Stärkung und Weiterentwicklung von Community-Strukturen durch Vernetzung, Peer-basierte Angebote und die Gründung von Migrantenselbstorganisationen (MSO).

Schlussfolgerung

Das PaKoMi-Projekt zeigt, wie lebensweltliche Gemeinschaften durch partizipative Forschung gestärkt werden können und Community-basierte Ansätze der Prävention und Gesundheitsförderung davon profitieren.
Titel
Stärkung von Gemeinschaften: Partizipative Forschung zu HIV-Prävention mit Migrant/innen
Verfasst von
Prof. Dr. Hella von Unger
Tanja Gangarova
Omer Ouedraogo
Catherine Flohr
Nozomi Spennemann
Michael T. Wright
Publikationsdatum
01.08.2013
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Prävention und Gesundheitsförderung / Ausgabe 3/2013
Print ISSN: 1861-6755
Elektronische ISSN: 1861-6763
DOI
https://doi.org/10.1007/s11553-013-0399-9
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