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Neutropenie im Kindesalter

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Zusammenfassung

Reife neutrophile Granulozyten (Kurzform: Neutrophile) dienen der Abwehr bakterieller Infektionen. Eine Verminderung der Neutrophilen, die Neutropenie, ist meist mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden. Eine Ausnahme stellt die häufigste Form einer Neutropenie im Kleinkindalter, die Autoimmunneutropenie (AIN), dar, die meist selbstlimitierend und ohne schwere Infektionen verläuft. Dagegen waren die schweren kongenitalen Neutropenien noch bis in die späten 1980er-Jahre nicht behandelbar und ohne Knochenmarktransplantation oft tödlich. Inzwischen wurden zahlreiche Gendefekte identifiziert, die eine Neutropenie isoliert oder in Verbindung mit einer Multiorganerkrankung verursachen und mit einem erhöhten Leukämierisiko einhergehen. Seit der therapeutischen Verfügbarkeit des hämatopoetischen Wachstumsfaktors „granulocyte colony stimulating factor“ (G-CSF; Wirkstoffe Filgrastim, Lenograstim) in den späten 1980er-Jahren verbesserte sich die Prognose für die betroffenen Patienten maßgeblich.
Titel
Neutropenie im Kindesalter
Verfasst von
Dr. Cornelia Zeidler, MPH
Julia Skokowa
Publikationsdatum
26.10.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 11/2021
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-021-00346-4
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Bildnachweise
Neutrophile unter dem Elektronenmikroskop/© Dlumen / iStock / Thinkstock