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31.05.2016 | Übersichten | Sonderheft 5/2016

Trauma und Berufskrankheit 5/2016

Standards in der Unfallchirurgie

Therapie der proximalen Humerusfraktur

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Sonderheft 5/2016
Autoren:
M. Auerswald, H. Neumann, S. Breer, D. Rundt, S. Fuchs, M. Faschingbauer

Zusammenfassung

Die proximale Humerusfraktur betrifft zum einen junge Menschen, die diese Verletzung im Rahmen von Hochrasanztraumata erleiden, mehrheitlich aber Patienten in der zweiten Lebenshälfte, bei denen sie nach der hüftgelenknahen Femurfraktur und der distalen Radiusfraktur zu den häufigsten Frakturen zählt. Die Mehrzahl der Betroffenen in dieser Altersgruppe ist weiblich, jedoch zeigt sich eine Zunahme in der männlichen Bevölkerung. Die bestehenden Klassifikationssysteme weisen eine mangelhafte Reproduzierbarkeit auf. Derzeit besteht weder Konsens hinsichtlich der Überlegenheit der operativen über die konservative Therapieform, noch hinsichtlich der Überlegenheit eines bestimmten operativen Versorgungsverfahrens. Die größten Änderungen im Hinblick auf die operative Versorgung werden aktuell auf dem Gebiet der endoprothetischen Versorgung gesehen. Es zeichnet sich ein zunehmender Trend ab weg von der anatomischen hin zur inversen Prothese. Auch wird die Indikation zur inversen Prothese zunehmend bei jüngeren, noch berufstätigen Menschen gestellt. Die vorliegende Darstellung soll einen Überblick über die derzeitigen Indikationen und Therapiemöglichkeiten mit Schwerpunkt auf der operativen Therapie der mehrfragmentären proximalen Humerusfraktur geben.

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