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Störungen des Elektrolytstoffwechsels

  • 21.02.2012
  • CME Fortbildung
Erschienen in:

Zusammenfassung

Störungen der Elektrolytbalance sind häufig und pathophysiologisch komplex. Natrium ist das wichtigste extrazelluläre osmotisch wirksame Ion. Pathologische Serumnatriumkonzentrationen reflektieren nicht den Natriumbestand des extrazellulären Raums sondern das Verhältnis zwischen Natrium und freiem Wasser. Die Differenzialdiagnose der Natriumkonzentrationsstörungen muss daher immer den Volumenstatus des Organismus berücksichtigen. Bei Hyponatriämie mit Volumendefizit ist Kochsalzlösung zu verabreichen, liegt hingegen ein Volumenüberschuss vor, besteht die Therapie in Wasserrestriktion. Unter bestimmten Bedingungen kann eine spezifische medikamentöse Therapie, die an der Wirkung des antidiuretischen Hormons ansetzt, erwogen werden. Kalium und Kalzium sind extrazellulär regulatorische Ionen, von ihrer Konzentration hängen nicht die Osmolarität sondern elektrophysiologische Transmembranspannungen ab. Alle Ionen werden durch aktive Membrantransportmechanismen und zahlreiche hormonelle Einflüsse gesteuert. Neben Zufuhr- und Ausscheidungsstörungen können auch angeborene und erworbene Defekte von Membrantransportpumpen charakteristische Ionenstörungen hervorrufen. Die Therapie beeinflusst Zufuhr, Ausscheidung sowie extra- und intrazelluläre Verteilung der Ionen.

Titel
Störungen des Elektrolytstoffwechsels
Verfasst von
Prof. Dr. Matthias Girndt
Publikationsdatum
21.02.2012
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
CME / Ausgabe 2/2012
Print ISSN: 1614-371X
Elektronische ISSN: 1614-3744
DOI
https://doi.org/10.1007/s11298-012-1158-5

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