Zum Inhalt
Die Chirurgie

Pseudarthrosen der langen Röhrenknochen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Pseudarthrosen entwickeln sich in Abhängigkeit von vorhandenen Risikofaktoren in etwa 10 % als Folge einer Fraktur und sind gehäuft im Bereich der langen Röhrenknochen lokalisiert. Die Ausbildung einer Pseudarthrose geht für den Patienten regelhaft mit einer prolongierten Schmerzsymptomatik und reduzierten Funktionalität der betroffenen Extremität einher. Die resultierenden deutlich erhöhten sozioökonomischen Kosten sind einerseits auf die aufwendige Behandlung, andererseits besonders auf die indirekten Kosten durch Arbeitsausfall und Krankengeld zurückzuführen. Insgesamt erfordern diese komplexen Verletzungsfolgen ein differenziertes und individualisiertes therapeutisches Vorgehen. Die Analyse der Pseudarthrose auf Basis des „Diamant-Konzepts“ ist der Schlüssel für die weitere Therapieplanung. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Anwendung physikalischer Maßnahmen wie die extrakorporale Stoßwellentherapie möglich. In den meisten Fällen ist allerdings eine operative Revision mit Optimierung der biomechanischen Stabilität und/oder der lokalen Biologie unumgänglich.
Titel
Pseudarthrosen der langen Röhrenknochen
Verfasst von
Dr. J. Everding
Dr. S. Roßlenbroich
Univ.-Prof. Dr. M. J. Raschke
Publikationsdatum
15.11.2017
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 1/2018
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-017-0547-4
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Chirurgie

Fraktur im Alter: Traditionelle Konzepte greifen zu kurz!

Bei Fragilitätsfrakturen im Alter kommt es auf weit mehr an als auf die anatomische Rekonstruktion. Die Dresdner Orthopädin Dr. Anne Postler zeigte beim Ortho Trauma Update, was für die Versorgung wichtig ist: vom OP-Timing über die Delirprävention bis hin zur Osteoporosetherapie.

Mehr Re-Interventionen nach TAVI als nach Klappen-OP

6-Jahres- und erste 7-Jahres-Daten der Evolut-Low-Risk-Studie deuten etwas überraschend darauf hin, dass der Re-Interventionsbedarf nach einer Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) über die Zeit im Vergleich mit einem herzchirurgischen Vorgehen zunimmt. Bzgl. des Risikos für Tod oder schweren Schlaganfall schneiden beide Verfahren dagegen weiter vergleichbar ab.

Warum suizidgefährdete Ärztinnen und Ärzte keine Hilfe suchen

Gedanken an eine Selbsttötung gehen Ärztinnen und Ärzten vergleichsweise häufig durch den Kopf. Hilfe wäre möglich, wird aber selten gesucht. Warum eigentlich?

Wer profitiert bei Morbus Crohn von einer frühen Operation?

An Morbus Crohn Erkrankte, die unter 35 Jahre alt sind, scheinen unter bestimmten Voraussetzungen von einer frühzeitigen Ileozökalresektion zu profitieren. Bis zu 50 % erreichen damit eine zehn Jahre anhaltende therapiefreie Remission. 

Update Chirurgie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Mobilisierung einer älteren Dame/© [M] gradyreese / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Operation/© Peakstock / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Junge Frau in Krankenhaus-Kleidung/© gpointstudio / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Laparoskopische Operation/© Iryna / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)