Zum Inhalt

Hypophysenadenome

Erschienen in:

Zusammenfassung

Aufgrund der Seltenheit klinisch relevanter Hypophysenadenome erfolgt die Diagnosestellung trotz charakteristischer Symptome oft erst im fortgeschrittenen Stadium. Die typischen klinischen Erscheinungsformen werden in dieser Übersichtsarbeit dargestellt. In jüngster Vergangenheit gelang mit dem Nachweis der USP8-Mutation bei Morbus Cushing und des X‑linked-acrogigantism(X-LAG)-Syndroms ein Durchbruch bei der Erforschung molekularer Ursachen von Hypophysenadenomen. Die Trias endokrinologische, radiologische und ophthalmologische Abklärung steht im Mittelpunkt der Diagnostik. Operation, medikamentöse Therapie und Bestrahlung stellen die klassischen Säulen der Therapie dar. Für die transsphenoidale Operation von Hypophysenadenomen stehen mit der Mikrochirurgie und der Endoskopie zwei gleichwertige, komplikationsarme Verfahren zur Verfügung. Die Operation stellt die Erstlinientherapie von Hypophysenadenomen dar. Eine Sonderstellung haben Prolaktinome, für die eine effiziente medikamentöse Therapie mit Dopaminagonisten zur Verfügung steht. Auch für die Akromegalie und für den Morbus Cushing stehen neue medikamentöse Therapieoptionen zur Verfügung, die in der Zweitlinientherapie zum Einsatz kommen. Für die seltenen aggressiv wachsenden Hypophysenadenome wird das alkylierende Chemotherapeutikum Temozolomid zur Erstlinienchemotherapie eingesetzt. Die Bestrahlung ist bei unzureichendem Erfolg der operativen und medikamentösen Behandlung indiziert. Die stereotaktische Einzeitbestrahlung (Radiochirurgie) ist besonders geeignet für umschriebene, invasive Rest- oder Rezidivadenome im Sinus cavernosus. Eine neue Entwicklung der Radiochirurgie ist die Hypofraktionierung zur Schonung von Risikostrukturen. Die fraktionierte Bestrahlung ist erforderlich bei großem Bestrahlungsvolumen und bei Adenomen in unmittelbarer Nähe zur Sehbahn.
Titel
Hypophysenadenome
Verfasst von
Prof. Dr. J. Honegger
I. Nasi-Kordhishti
S. Giese
Publikationsdatum
18.10.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 11/2019
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-019-00178-3
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Windeldermatitis: Evidenz für Wund- und Heilsalbe mit Dexpanthenol

Eine Dexpanthenol-haltige Wund- und Heilsalbe reduziert das Auftreten von Windeldermatitis bei Früh- und Neugeborenen. Darüber hinaus hat die Salbe bei einer manifesten Windeldermatitis eine heilende Wirkung – dies zeigen klinische Studien – Erfahren Sie mehr!

ANZEIGE

Studie zur Patient Journey deckt Verbesserungspotenzial auf

Um die Behandlungsergebnisse bei Menschen mit einer atopischen Dermatitis (AD) zu steigern, gilt es, das Potenzial eines verbesserten umfassenden Krankheits- managements zu nutzen. Weitere Informationen zu den Studienergebnissen finden Sie hier!

ANZEIGE

Dermatologie zwischen Klimawandel und technologischer Innovation: Nachhaltigkeit, Hautschutz und KI im klinischen Alltag

Der Vortrag von PD Dr. Sandra Schuh auf dem letzten Spektrum Hautgesundheit Kongress „Haut am Limit“ spannt einen Bogen zwischen Klimawandel, alltäglichem Klinikbetrieb und modernster Diagnostik. Sie zeigte, wie diese Entwicklungen zusammenspielen – und wie dermatologische Versorgung ressourcenschonend gestaltet werden kann. Erfahren Sie mehr! 

ANZEIGE

Bepanthen® unterstützt bei vielen Indikationen die Regeneration der Haut

  • Content Hub

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe wird nach wie vor erfolgreich bei kleinen Alltagsverletzungen eingesetzt. Moderne Forschung schafft darüber hinaus Evidenz für neue Anwendungsgebiete wie z.B. für die Nachbehandlung einer Lasertherapie bei aktinischer Keratose oder einer Tattoo-Entfernung. Aktuelle Studienergebnisse oder Neuigkeiten aus der Dermatologie erfahren Sie hier.

Bayer Vital GmbH

Passend zum Thema

ANZEIGE

G-CSF mit neuartiger Struktur – langwirksam ohne PEGylierung

Zur Unterstützung der Chemotherapie werden heute meist langwirksame G-CSF genutzt, die nur einmal pro CTX-Zyklus verabreicht werden müssen. Diese verlängere Wirksamkeit wurde bisher durch eine Kopplung des G-CSF Moleküls an Polyethylenglykol (PEG) erreicht. Ein neuentwickeltes G-CSF kann erstmals eine lange Wirksamkeit ohne PEGylierung erreichen und den zunehmenden Bedarf an einer langwirksamen PEG-freien CIN-Prophylaxe decken.

ANZEIGE

Klinische Studien belegen Wirksamkeit eines neuartigen G-CSF

Die klinische Wirksamkeit eines PEG-freien G-CSF wurde in drei Phase III-Studien im Vergleich zu bisher verfügbaren kurz- und langwirksamen PEGylierten G-CSF belegt. Die PEG-freie Substanz erwies sich als mindestens ebenso wirksam, mit anhaltender Wirkung über alle Chemotherapiezyklen.

ANZEIGE

Neutropenien kontrollieren - für eine Chemotherapie nach Plan

Die Neutropenie-Prophylaxe mit G-CSF hat einen festen Stellenwert in der Supportivtherapie onkologischer Patienten. Die zunehmende Prävalenz von Antikörpern gegen Polyethylenglykol (PEG) führt zu einem wachsenden Bedarf für nicht-PEGylierte langwirksame G-CSF. Erfahren Sie hier mehr über neue Erkenntnisse und Entwicklungen zur Neutropenie-Prophylaxe mit G-CSF.

Apogepha Arzneimittel GmbH
Bildnachweise
Mutter cremt Hautausschlag am Babybein neben der Windel ein/© FotoDuets | iStock, Visualskala Zufriedenheit mit Smilys/© masterSergeant | iStock, Sandra Schuh/© Bayer Vital GmbH, Titelbild CH Bepanthen, Teaserbild G-CSF mit neuer Struktur/© Apogepha, Glass vial, pipette and woman scientist in laboratory for medical study, research or experiment. /© HockleyMedia24/peopleimages.com / Adobe Stock (Symbolbild mit Fotomodellen), Erythrozyten und Leukozyten/© Apogepha