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Die Radiologie

Strahlentherapie von Non-Hodgkin-Lymphomen – Diskussion moderner Behandlungskonzepte und Innovationen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Strahlentherapie ist eine etablierte Behandlungsmodalität der malignen Non-Hodgkin-Lymphome. Allerdings erfordert die zunehmende Komplexität der Behandlungssituationen eine präzise Indikationsstellung und -durchführung. Im vorliegenden Übersichtsartikel werden moderne radioonkologische Therapiestrategien vorgestellt.

Material und Methoden

Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche zur strahlentherapeutischen Behandlung maligner Non-Hodgkin-Lymphome mit Fokus auf das diffus großzellige B‑Zell-Lymphom, Marginalzonenlymphom und follikuläre Lymphom. Hierbei wurden relevante Studien sowie die deutsche S3-Leitlinienposition identifiziert und diskutiert.

Ergebnisse und Schlussfolgerung

Indolente Lymphome können in frühen Stadien mittels einer Strahlentherapie kurativ behandelt werden. In sorgsam ausgewählten Behandlungsfällen sind Dosisdeeskalationen möglich, werden jedoch gemäß deutscher S3-Leitlinie nicht empfohlen. Bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen findet eine konsolidierende Radiotherapie meist im Anschluss an die Systemtherapie statt, um Regionen mit erhöhtem Rezidivrisiko zu adressieren. Besonders Patient*innen mit in der Positronenemissionstomographie (PET-)positiven Restbefunden sollen nachbestrahlt werden. Innovationen wie der Einsatz der Radiotherapie vor oder nach chimärer Antigen-Rezeptor-T-Zell-Therapie und die beginnende Implementierung der online-adaptiven Radiotherapie werden die Behandlungslandschaft in Zukunft erweitern.
Titel
Strahlentherapie von Non-Hodgkin-Lymphomen – Diskussion moderner Behandlungskonzepte und Innovationen
Verfasst von
Michael Oertel
Hans Theodor Eich
Publikationsdatum
11.06.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Radiologie / Ausgabe 7/2025
Print ISSN: 2731-7048
Elektronische ISSN: 2731-7056
DOI
https://doi.org/10.1007/s00117-025-01477-3
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Bildnachweise
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