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20.02.2020 | Strahlentherapie | Leitthema

Ablative Bestrahlung bei Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom

Zeitschrift:
Der Onkologe
Autoren:
Prof. Dr. med. C. Petersen, A. Löser

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Aktuell verfügbare intensive systemische Therapieregime mit Chemotherapie und molekularen zielgerichteten Substanzen bewirken ein Tumoransprechen oder eine längere Krankheitskontrolle bei einem Großteil der Patientinnen, wodurch sich die Frage nach dem weiteren Vorgehen stellt. Beobachtungen klinischer Verläufe und Erkenntnisse aus der Tumorbiologie haben zur Definition der Oligometastasierung geführt. Die stereotaktische Bestrahlung ist eine strahlentherapeutische Technik, mit der in wenigen Sitzungen und sehr geringer Toxizität eine lang anhaltende Metastasenkontrolle erreicht werden kann. Somit könnte eine lokale ablative Bestrahlung der Metastasen beim Mammakarzinom das progressionsfreie Überleben verbessern oder zu einem verlängerten chemotherapiefreien Intervall führen.

Fragestellung

Was ist die Evidenz zur stereotaktischen Bestrahlung von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom? Welche Rolle spielt die Körperstereotaxie in der Behandlung von Patientinnen mit Oligometastasierung?

Material und Methode

Es erfolgte eine Literatursuche nach prospektiven und retrospektiven Studien.

Ergebnisse

Die stereotaktische Radiotherapie zur Behandlung von Lungen‑, Leber‑, Knochen- und Hirnmetastasen ist ein lokal äußerst effektives und sicheres Verfahren. Entitätenübergreifende Phase-II-Studien zeigten eine Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Oligometastasierung. Darüber hinaus bewirkt die stereotaktische Bestrahlung möglicherweise eine Stimulation des Immunsystems.

Schlussfolgerungen

Die stereotaktische Radiotherapie bei Patientinnen mit oligometastasiertem Mammakarzinom ist eine valide Therapieoption und kann in der klinischen Praxis als lokales ablatives Verfahren erwogen werden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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