Skip to main content
main-content

28.06.2018 | Strahlentherapie | Leitthema | Ausgabe 10/2018 Open Access

Der Onkologe 10/2018

Spätfolgen nach Radiotherapie

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 10/2018
Autor:
Univ.-Prof. Dr. med. vet. et rer. medic. habil. Wolfgang Dörr

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine kurative Strahlentherapie ist unumgänglich mit einem akzeptierten, geringen Risiko für (späte) Nebenwirkungen verbunden. Die klinische Manifestation von Strahleneffekten muss daher primär als Indikator für eine optimale Therapie angesehen werden.

Ziel der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit sind eine Darstellung der allgemeinen Pathogenese von Strahlenspätfolgen und die Charakterisierung der Latenzzeit. Späteffekte an ausgewählten, klinisch relevanten Risikoorganen werden beschrieben. Strahlenassoziierte Tumoren werden gesondert behandelt.

Material und Methoden

Diese Übersichtsarbeit beruht auf einer Zusammenstellung und Zusammenfassung der relevanten Literatur.

Ergebnisse

Die Pathogenese von Strahlenspätfolgen ist komplex und beinhaltet Strahleneffekte an den Parenchymzellen der Organe, aber v. a. auch am Gefäßsystem und den Bindegewebsanteilen. Das Immunsystem trägt zur Reaktion bei. Folge ist letztendlich ein Funktionsausfall im exponierten Organvolumen. Die klinischen Konsequenzen einer Teilorganbestrahlung hängen vom Aufbau des betroffenen Organs ab. Die Latenzzeiten sind invers dosisabhängig und können Jahre bis zu vielen Jahrzenten betragen, was bei der Definition der Organtoleranz berücksichtigt werden muss. Sekundärtumoren nach Strahlentherapie haben häufig andere Ursachen. Die Inzidenz für eine Strahleninduktion liegt bei wenigen Prozent.

Schlussfolgerung

Die Möglichkeit einer signifikanten Verlängerung der Überlebenszeit bzw. Heilung des Primärtumors im Vergleich zu sehr langen Zeiträumen bis zur Manifestation eines strahleninduzierten Zweittumors rechtfertigt deshalb eindeutig die Strahlenanwendung.
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 10/2018

Der Onkologe 10/2018 Zur Ausgabe

Neu im Fachgebiet Onkologie

Mail Icon II Newsletter

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter Update Onkologie und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise